Deutsche Tageszeitung - Umfrage: SPD vor Bürgerschaftswahl in Hamburg weiter deutlich vor Grünen und CDU

Umfrage: SPD vor Bürgerschaftswahl in Hamburg weiter deutlich vor Grünen und CDU


Umfrage: SPD vor Bürgerschaftswahl in Hamburg weiter deutlich vor Grünen und CDU
Umfrage: SPD vor Bürgerschaftswahl in Hamburg weiter deutlich vor Grünen und CDU / Foto: © AFP/Archiv

Gut eine Woche vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg liegt die regierende SPD des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher einer Umfrage zufolge weiter klar vor den Grünen und der CDU. Laut der am Donnerstag in Köln veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD kommen die Sozialdemokraten in der Hansestadt auf 32 Prozent. Dies ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorgängerumfrage von Anfang Februar, liegt jedoch deutlich unter dem Wahlergebnis von 39,2 Prozent im Jahr 2020.

Textgröße ändern:

Die in Hamburg mit der SPD regierenden Grünen verlieren im Umfragevergleich zwei Punkte auf 18 Prozent und hätten im Vergleich zu ihrem Ergebnis von 24,2 Prozent vor fünf Jahren ebenfalls große Einbußen hinzunehmen. Beide Parteien hätten zusammen aber weiterhin eine Mehrheit im Landesparlament.

Die CDU wird bei einem Minus von einem Punkt aktuell bei 17 Prozent verortet - nach 11,2 Prozent im Jahr 2020. Bei einem Plus von zwei Punkten käme die Linke auf zehn Prozent und läge knapp über ihrem zurückliegenden Ergebnis von 9,1 Prozent. Die AfD legt einen Punkt auf ebenfalls zehn Prozent zu - nach 5,3 Prozent 2020.

Weiter nicht in der Bürgerschaft vertreten wären mit je drei Prozent die FDP und das BSW. Für die Erhebung wurden von Montag bis Mittwoch 1308 Wahlberechtigte in Hamburg befragt. 59 Prozent von ihnen geben an, für sie spiele bei dem Urnengang eine Woche nach der Bundestagswahl die Landespolitik die größere Rolle.

Der derzeitige rot-grüne Senat wird mehrheitlich positiv bewertet. 59 Prozent sind mit dessen Arbeit sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. 42 Prozent wünschen sich, dass die SPD auch künftig den Senat anführt. 52 Prozent wollen zudem eine neue rot-grüne Koalition.

Bei einer Direktwahl des Ersten Bürgermeisters läge Amtsinhaber Tschentscher mit 49-prozentiger Zustimmung klar vorn. Jeweils 16 Prozent sprechen sich für die Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank beziehungsweise den CDU-Herausforderer Dennis Thering aus.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Kulturstaatsminister warnt SPD-Chefs wegen Berliner Sondierungen zu Rot-Rot-Grün

Im Streit um die Koalitionssondierungen zwischen Linkspartei, Grünen und SPD in Berlin warnt mit Wolfram Weimer (CDU) nun erstmals ein Kabinettsmitglied der Union die SPD-Chefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas vor Konsequenzen auf Bundesebene. "Wenn die SPD-Parteivorsitzenden ein Linksbündnis in Berlin nicht sofort und eindeutig unterbinden, dann wäre das ein Misstrauensvotum gegen unsere Koalition, sagte der Kulturstaatsminister der "Bild"-Zeitung am Samstag.

Brand auf Schulgelände in Hessen - Polizei vermutet Anschlag auf Ukraine-Hilfe

Nach einem Brand auf einem Schulgelände in Hessen vermuten die Ermittler einen Anschlag auf Hilfsgüter für die Ukraine. Die Ermittler gingen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass die Täter den Brand im Frankfurter Stadtteil Dornbusch vorsätzlich gelegt haben, teilte die Polizei am Samstag in Frankfurt mit. Da in dem betroffenen Gebäudeteil Sachspenden und Hilfsgüter für die Ukraine gelagert waren, wurde das Staatsschutzkommissariat eingeschaltet.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann dämpft Erwartungen an CDU-Präsidiumsklausur

Vor der CDU-Präsidiumsklausur hat Partei-Generalsekretärin Franziska Hoppermann die Erwartungen an das Treffen gedämpft. Von dem Treffen werde "keine 'Silver Bullet'" ausgehen, "die alle Probleme über Nacht wegzaubert", sagte Hoppermann der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Nach den jüngsten Wahlschlappen steht die Partei unter einem hohen Erwartungsdruck. In der CDU umstritten ist weiter der Umgang mit der AfD.

Grünen-Chefin fordert SPD zu Parteiausschluss von Altkanzler Schröder auf

Nach dem Geburtstagsbesuch von Gerhard Schröder bei Kreml-Chef Wladimir Putin drängt die Grünen-Ko-Vorsitzende Franziska Brantner die SPD zu einem Parteiausschluss des Altkanzlers. 2022 sei ein Parteiausschluss noch gescheitert, sagte Brantner der Online-Ausgabe des "Tagesspiegels". Seitdem habe sich die Lage verschärft: "Russland greift mit hybriden Angriffen inzwischen sogar uns in Deutschland an. Schröder hat daraus nichts gelernt. Ein neues Verfahren gehört auf den Tisch."

Textgröße ändern: