Deutsche Tageszeitung - Britischer Außenminister: Hamas muss Leiche von Geisel Shiri Bibas zurückgeben

Britischer Außenminister: Hamas muss Leiche von Geisel Shiri Bibas zurückgeben


Britischer Außenminister: Hamas muss Leiche von Geisel Shiri Bibas zurückgeben
Britischer Außenminister: Hamas muss Leiche von Geisel Shiri Bibas zurückgeben / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Übergabe einer falschen Leiche hat der britische Außenminister David Lammy die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas aufgefordert, die sterblichen Überreste der toten Israelin Shiri Bibas zurückzugeben. "Ihr Leichnam muss zurückgegeben werden. Die Geiseln müssen freigelassen werden. Dieser Albtraum muss enden", erklärte Lammy am Freitag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern:

Die Hamas hatte am Donnerstag vier Leichen an Israel übergeben. Darunter befanden sich die sterblichen Überreste der beiden Söhne von Shiri Bibas, Kfir und Ariel Bibas, sowie der Leichnam von Oded Lifshitz. Forensische Untersuchungen der israelischen Armee ergaben jedoch, dass die vierte Leiche nicht die von Shiri Bibas war. Die beiden kleinen Kinder waren demnach in Geiselhaft getötet worden.

Lammy drückte sein Entsetzen über die Ereignisse aus. "Die abscheuliche Ermordung der Bibas-Kinder durch die Terroristen der Hamas ist krank und abstoßend, wie auch die Tatsache, dass die Leiche ihrer Mutter nicht an ihre trauernde Familie zurückgegeben wurde", erklärte er.

Die Hamas hatte Kfir und Ariel Bibas sowie ihre Eltern Shiri und Jarden vor mehr als 16 Monaten aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt. Kfir war damals neun Monate alt, sein Bruder Ariel vier Jahre. Der getrennt von seiner Familie festgehaltene Vater Jarden Bibas war am 1. Februar freigelassen worden.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine sind am Samstag nach Angaben der Regionalbehörden mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Zwölf Menschen würden noch vermisst, mindestens 16 Menschen seien verletzt worden, teilte der Ko-Vorsitzende des Verteidigungsrats der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, mit. Die Angriffe erfolgten, während im US-Bundesstaat neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas über eine Beendigung des Ukraine-Krieges laufen.

Bauindustrie fordert Milliarden-"Finanzierungsturbo" gegen Wohnungsnot

Die Bauindustrie erwartet wegen der gestiegenen Kosten einen weiteren Einbruch beim Wohnungsbau und hat die Regierung zum Eingreifen aufgerufen. "Um aus der Krise zu kommen, muss jetzt das Finanzierungsdebakel aufgelöst werden", sagte Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstagsausgabe). Hier müsse auch der Staat ein Eigeninteresse haben. "Ein Finanzierungsturbo ist der einzige Turbo, der sofort Schub gäbe." Er schlug unter anderem die Absicherung des Wohnungsbaus mit günstigen Krediten im Volumen von bis zu 60 Milliarden Euro vor.

Taiwans Präsident: Erhöhung der Verteidigungsausgaben soll "Krieg verhindern"

Taiwans geplante Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe sollen nach den Worten von Präsident Lai Ching-te der Abschreckung dienen. "Indem wir unsere Investitionen in die nationale Verteidigung erhöhen, wollen wir nicht einen Krieg provozieren, sondern einen Krieg verhindern", sagte der taiwanische Präsident am Samstag in einer Rede zum Nationalfeiertag. "Wir streben weder nach Hegemonie, noch wollen wir andere dominieren", sagte Lai vor tausenden Menschen, darunter ausländische Diplomaten.

Indien: Gründer von Kakerlakenbewegung vor Protesten gegen Wahlkommission festgenommen

Die Polizei in Indien hat vor für Samstag geplanten Massenprotesten gegen die Wahlkommission den Gründer der sogenannten Kakerlakenbewegung (CJP) festgenommen. "Abhijeet Dipke festgenommen", teilte die CJP in Onlinediensten mit. Mit ihm seien zwei weitere führende Mitglieder nach der Landung ihres Flugzeugs in der Hauptstadt Neu Delhi festgenommen worden.

Textgröße ändern: