Deutsche Tageszeitung - Sprengsätze gegen russisches Konsulat in Marseille - keine Verletzten

Sprengsätze gegen russisches Konsulat in Marseille - keine Verletzten


Sprengsätze gegen russisches Konsulat in Marseille - keine Verletzten
Sprengsätze gegen russisches Konsulat in Marseille - keine Verletzten / Foto: © AFP

Am dritten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben Unbekannte drei Sprengsätze auf das russische Generalkonsulat in Marseille geworfen. Es habe keine Verletzten gegeben, hieß es am Montag aus Polizeikreisen in der südfranzösischen Hafenstadt. Von den drei selbst gebauten Sprengsätzen seien zwei explodiert.

Textgröße ändern:

Das russische Außenministerium sprach von einem "terroristischen Anschlag". Es forderte Frankreich auf, "umfassende Ermittlungen" einzuleiten und den Schutz der diplomatischen Einrichtungen zu verstärken, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Das russische Konsulat im achten Arrondissement der Stadt wurde weiträumig abgesperrt. Am Vormittag war eine von einem Roboter zur Minenräumung ausgelöste Detonation zu hören. Die Feuerwehr von Marseille war um kurz vor 8.00 Uhr am Morgen alarmiert worden.

Die russische Armee hatte am 24. Februar 2022 einen großangelegten Angriff auf die Ukraine gestartet. Drei Jahre später dauert der Krieg vor allem im Osten des Landes immer noch unerbittlich an.

Der dritte Jahrestag steht aber vor allem unter dem Eindruck der Kehrtwende der USA: Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen auf hoher Ebene Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Krieges aufgenommen, ohne dass Vertreter der Ukraine oder der EU mit am Tisch saßen. Einen Nato-Beitritt der Ukraine und die Wiederherstellung der territorialen Integrität des Landes hatte die neue US-Regierung schon vor Verhandlungsbeginn ausgeschlossen. Bei der Ukraine und ihren Unterstützern in Europa löste dies scharfe Kritik und die Befürchtung aus, von Verhandlungen über eine Friedenslösung ausgeschlossen zu werden.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg

Nach dem Eintreffen ukrainischer Unterhändler zu Beratungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Trump ernennt Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

US-Präsident Donald Trump hat die konservative Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin ernannt. Er lobte sie am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social als treue Anhängerin seiner Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig). Zacharia wird damit die Nachfolge von Karoline Leavitt antreten, die im August zurückgetreten war. Leavitt hatte dies damit begründet, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle.

Trump: Mit Putin russische Diesel-Lieferung für USA und Weltmarkt vereinbart

Russland will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump große Mengen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Trump erklärte am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, dies habe er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vereinbart, um die Preise zu senken. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, schrieb Trump.

Ermittler: Copilot von Flydubai-Maschine plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv

Der Copilot der in Saudi-Arabien notgelandeten Flydubai-Maschine plante nach Angaben der emiratischen Ermittler einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen im israelischen Tel Aviv. Der Mann aus dem Oman habe sich dabei die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zum Vorbild genommen, erklärte Generalstaatsanwalt Hamad Saif al-Schamsi am Freitag. Sein Ziel sei gewesen, so viele Menschen wie möglich zu töten.

Textgröße ändern: