Deutsche Tageszeitung - Zukünftige FDP-Spitze: Strack-Zimmermann spricht sich für "Teamlösung" aus

Zukünftige FDP-Spitze: Strack-Zimmermann spricht sich für "Teamlösung" aus


Zukünftige FDP-Spitze: Strack-Zimmermann spricht sich für "Teamlösung" aus
Zukünftige FDP-Spitze: Strack-Zimmermann spricht sich für "Teamlösung" aus / Foto: © AFP

In der Diskussion um die personelle Neuausrichtung der FDP hat sich die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann für eine "Teamlösung" in ihrer Partei ausgesprochen. "Es wird nicht mehr den großen Vorsitzenden, die große Vorsitzende geben können", sagte Strack-Zimmermann am Dienstag im rbb. Die Partei werde "in dieser Woche entscheiden, welches Team die FDP in den nächsten Bundestag führt". Nach dem Wahldebakel am Sonntag hatten Parteichef Christian Lindner und Generalsekretär Marco Buschmann ihren Rückzug angekündigt.

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Die FDP hatte bei der Bundestagswahl mit 4,3 Prozent das historisch schlechteste Wahlergebnis geholt und ist damit zum zweiten Mal nach 2013 aus dem Parlament geflogen. Nach Lindners Rückzugsankündigung zeigte sich Strack-Zimmermann offen für die künftige Übernahme des FDP-Vorsitzes, ebenso wie der bisherige Vizechef Wolfgang Kubicki. Strack-Zimmermann sagte dazu, es gehe "jetzt nicht um das Wettrennen, wer wird der große Zauberer. Das wird auch gar nicht funktionieren".

In der FDP stehen nun personelle und programmatische Weichenstellungen an, nachdem die Partei in den vergangenen Jahren voll auf Lindner und seinen wirtschaftsliberalen Kurs zugeschnitten war. "Wir sind jetzt abgewählt worden aus einer Regierung kommend aus SPD und Grüne", sagte Strack-Zimmermann dem rbb weiter. "Da müssen wir uns natürlich sehr kritisch fragen, was läuft da falsch, wenn wir in einer Regierung sind und anschließend scheitern."

Sie fügte hinzu: "Genau das wird jetzt in Ruhe aufgearbeitet und das werden wir in einem Team machen und entscheiden, wie es weitergeht." Die FDP habe "tragischerweise Zeit und die werden wir uns nehmen, alles andere wäre – mit Verlaub – auch bescheuert". Im Mai wollen die Liberalen bei ihrem Bundesparteitag die Führungsposten neu wählen. Bis dahin sind Lindner und Buschmann kommissarisch im Amt.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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