Deutsche Tageszeitung - Ministerpräsidenten von SPD und CDU dringen auf schwarz-rote Regierungsbildung

Ministerpräsidenten von SPD und CDU dringen auf schwarz-rote Regierungsbildung


Ministerpräsidenten von SPD und CDU dringen auf schwarz-rote Regierungsbildung
Ministerpräsidenten von SPD und CDU dringen auf schwarz-rote Regierungsbildung / Foto: © AFP/Archiv

Ministerpräsidenten von SPD und CDU dringen auf eine schwarz-rote Regierungsbildung im Bund. "Je schneller, desto besser", sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. "Es muss gelingen, dass eine vernünftige Regierung zusammenkommt", sagte auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) der ARD.

Textgröße ändern:

Günther zeigte sich mit Blick auf einen Abschluss optimistisch. Alle sollten wissen, "worauf es ankommt". "Wir haben ja schon viele Monate jetzt keine handlungsfähige Regierung gehabt", gab er weiter zu bedenken. Und die Zeit davor sei "auch nicht viel besser" gewesen.

Schweitzer sagte, die Verhandlungen könnten aber nur erfolgreich sein, wenn die Parteien nicht versuchten, sich "gegenseitig über den Tisch zu ziehen". Auch wäre es für ein Gelingen der Gespräche "klug, wenn man sie nicht öffentlich führt". Schweitzer wies allerdings auch darauf hin, dass es rechnerisch kaum andere Möglichkeiten gebe als Schwarz-Rot.

Auch SPD-Chef Lars Klingbeil hatte zuvor eine Vertraulichkeit der Gespräche angemahnt. Er bezog dies auch auf Verhandlungen über ein mögliches zusätzliches Sondervermögen oder eine Lockerung der Schuldenbremse, die noch vor den eigentlichen Koalitionsverhandlungen stattfinden könnten.

Vorsichtig zu einem Verhandlungserfolg hinsichtlich eines neuen Regierungsbündnisses äußerte sich am Mittwochabend in der ARD Juso-Chef Philipp Türmer. Bei den letzten Koalitionsverhandlungen der Ampelregierung seien "viele Formelkompromisse gemacht worden" statt tatsächlicher Einigung. Das dürfe nicht erneut passieren.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

"Schande": Kritik an Altkanzler Schröder nach Besuch bei Putin

Am Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) bei Russlands Präsident Wladimir Putin hagelt es Kritik aus der Bundespolitik. "Scham ist kaum noch ein Ausdruck", schrieb CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann am Freitag im Internetdienst X. "Schampus, Kaviar und Bomben" - während Schröder mit Putin gefeiert habe, seien in der Ukraine Kinder durch russische Angriffe gestorben.

Trump: Die USA werden den Iran vor den Kongresswahlen nicht mehr angreifen

Die USA planen nach Angaben von Präsident Donald Trump keine neuen Angriffe auf den Iran vor den Kongresswahlen am 3. November. "Wir werden den Iran nicht vor den Zwischenwahlen angreifen", erklärte Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Seine Ankündigung erfolgte auf einen sprunghaften Anstieg der Ölpreise, der durch Medienberichte über eine mögliche neue US-Offensive ausgelöst worden war.

Brasilien: Drittplatzierter bei Präsidentschaftswahl unterstützt Bolsonaro

In Brasilien hat der rechtsgerichtete Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro Rückenwind für die bevorstehende Stichwahl von einem unterlegenen Bewerber erhalten: Der Drittplatzierte der ersten Runde, Augusto Cury, kündigte an, ihn zu unterstützen. Seine Unterstützung sei aber "kein Blankoscheck", sagte Cury, der auf drei Prozent der Stimmen gekommen war, am Donnerstag. Der Schriftsteller und Psychiater hatte sich als Kandidat der Mitte präsentiert.

Vor CDU-Klausurtagung: Frei dringt auf klaren Kurs und "konsequente" Umsetzung von Reformen

Vor der am Sonntag beginnenden Klausurtagung des CDU-Präsidiums hat Fraktionschef Thorsten Frei seine Partei zu einem geschlosseneren Auftreten aufgerufen. "Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir als Gesamtpartei in ihrer ganzen Breite, auch verankert in den Ländern, uns auf eine einheitliche Marschrichtung verständigen und so dann auch gemeinsam voranschreiten", sagte Frei am Freitag im ARD-"Morgenmagazin".

Textgröße ändern: