Deutsche Tageszeitung - Irischer Regierungschef Martin will EU-Beitritt der Ukraine beschleunigen

Irischer Regierungschef Martin will EU-Beitritt der Ukraine beschleunigen


Irischer Regierungschef Martin will EU-Beitritt der Ukraine beschleunigen
Irischer Regierungschef Martin will EU-Beitritt der Ukraine beschleunigen / Foto: © Government Information Service/AFP

Der irische Premierminister Michael Martin hat der Ukraine bei einem Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Unterstützung zugesagt. "Wir haben sehr deutlich gemacht, dass wir in Bezug auf die ukrainische Mitgliedschaft in der Europäischen Union mit Nachdruck auf einen beschleunigten Zeitplan drängen werden", sagte Martin am Donnerstag. Martin beschrieb das Treffen mit Selenskyj als "herzlich".

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Der ukrainische Präsident schrieb nach dem Treffen im Onlinedienst Telegram, er habe mit Martin "die Schritte zur Beendigung des Kriegs mit garantiertem Frieden für die Ukraine und ganz Europa diskutiert".

Das Treffen fand während einer Zwischenlandung Selenskyjs auf seiner Reise in die USA am Flughafen Shannon im Südwesten Irlands statt. Der ukrainische Präsident wird am Freitag in Washington mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Dieser hatte in den vergangenen Wochen eine radikale Kehrtwende in der Ukraine-Politik der USA vollzogen. So bezeichnen die USA Russland nicht mehr als "Aggressor" in dem Krieg. Ungewiss ist zudem, inwiefern die Ukraine und die Europäer an den Verhandlungen zwischen Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin beteiligt werden.

Martin hatte Kiew bereits Anfang der Woche weitere Unterstützung durch Irland zugesichert. Seine Regierung werde "mehr sagen, mehr ausgeben und mehr tun", um der Ukraine zu helfen, hatte er angekündigt.

Das militärisch neutrale Irland ist kein Nato-Mitglied. Seine nur rund 8500 Soldatinnen und Soldaten zählende Armee beteiligt sich traditionell häufig an Friedenseinsätzen. Der stellvertretende irische Regierungschef Simon Harris hatte vergangene Woche die Bereitschaft seines Landes zur Teilnahme an einer möglichen Friedenstruppe zur Absicherung einer künftigen Waffenruhe in der Ukraine signalisiert.

(V.Sørensen--DTZ)

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