Deutsche Tageszeitung - "Land, von dem niemand je gehört hat": Trump verspottet Lesotho

"Land, von dem niemand je gehört hat": Trump verspottet Lesotho


"Land, von dem niemand je gehört hat": Trump verspottet Lesotho
"Land, von dem niemand je gehört hat": Trump verspottet Lesotho / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede vor dem Kongress den afrikanischen Kleinstaat Lesotho verspottet. Lesotho sei ein Land, von dem "niemand je gehört hat", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) in der Ansprache in Washington. Auf Lesotho kam der Präsident im Zuge seiner Kritik an von den USA geleisteten Entwicklungshilfen zu sprechen.

Textgröße ändern:

Als Beispiel für aus seiner Sicht unsinnige Hilfen nannte Trump eine Summe von acht Millionen Dollar (7,5 Millionen Euro), die gezahlt worden sei, "um LGBTQI+ in der afrikanischen Nation Lesotho zu befördern".

Dabei konnte der Präsident den Namen des Landes im südlichen Afrika nur mit Mühe aussprechen. Seine Zusatzbemerkung, dass von Lesotho "niemand je gehört hat", wurde aus den Reihen seiner Republikanern mit Gelächter quittiert, während hinter ihm Vizepräsident JD Vance und der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, in die Kameras grinsten.

Lesotho hat eine der weltweit höchsten Raten von HIV und Aids. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben ihrer dortigen Botschaft seit 2006 mit insgesamt mehr als 630 Millionen Dollar zur Bekämpfung dieser Krankheiten in dem Land beigetragen.

Dazu gehörten auch Kampagnen unter sexuellen Minderheiten, in denen vor den Risiken von HIV und gewarnt wurde. Das von Trump zitierte Kürzel "LGBTQI+" steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer, intersexuell sowie weitere sexuelle Identitäten.

Lesotho hat etwa 2,3 Millionen Einwohner und wird vom Territorium des Staates Südafrika umschlossen. Der Tech-Multimilliardär Elon Musk, der Trump bei dem drastischen Abbau von Kosten und Personal in den US-Bundesbehörden berät, stammt aus Südafrika.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Einen Tag nach tödlichen Angriffen: Huthis attackieren erneut Flughafen in Riad

Einen Tag nach ihren tödlichen Luftangriffen auf Saudi-Arabien haben die pro-iranischen Huthis das Königreich erneut attackiert. Huthi-Sprecher Jahja Saree erklärte am Donnerstag im Onlinedienst X, die jemenitische Miliz habe den wichtigsten internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad "erfolgreich" mit einer ballistischen Rakete angegriffen. Tags zuvor waren bei Angriffen auf mehrere internationale Flughäfen in Saudi-Arabien drei Menschen getötet worden. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kündigte daraufhin Vergeltungsmaßnahmen an.

Steinmeier beginnt zweitägigen Staatsbesuch in Frankreich

Zum Auftakt seines zweitägigen Staatsbesuchs in Frankreich wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag (10.00 Uhr) vom französischen Staatschef Emmanuel Macron mit militärischen Ehren am Pariser Triumphbogen begrüßt. Anschließend sind ein Gespräch mit Macron im Elysée-Palast und eine gemeinsame Presseerklärung geplant. Am Abend soll ein Staatsbankett im Elysée stattfinden.

Bundestag debattiert über Einkommensteuerreform

Der Bundestag debattiert am Donnerstag (09.00 Uhr) über die geplante Einkommensteuerreform. Die Abgeordneten befassen sich in erster Lesung mit dem Vorhaben, das innerhalb der Koalition kontrovers diskutiert wird und vorsieht, vor allem kleine und mittlere Einkommen und insbesondere Familien zu entlasten. In erster Lesung wird außerdem über die geplante Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe sowie die Neuregelung des Wohngeldes debattiert.

Britischer Premierminister Burnham zu Antrittsbesuch bei Merz

Der britische Premierminister Andrew Burnham kommt am Donnerstag zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. Dabei wollen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der seit Juli amtierende Premier die Ratifikationsurkunden zum deutsch-britischen Freundschaftsvertrag austauschen, der damit in Kraft tritt. Der sogenannte Kensington-Vertrag sieht eine engere Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen vor, darunter in der Außen- und Sicherheitspolitik wie auch in der Wirtschaft. Unterzeichnet worden war der Vertrag im Juli 2025 von Merz und Burnhams Vorgänger Keir Starmer.

Textgröße ändern: