Deutsche Tageszeitung - AfD-Chefin Weidel wirft Merz "finanzpolitischen Staatsstreich" vor

AfD-Chefin Weidel wirft Merz "finanzpolitischen Staatsstreich" vor


AfD-Chefin Weidel wirft Merz "finanzpolitischen Staatsstreich" vor
AfD-Chefin Weidel wirft Merz "finanzpolitischen Staatsstreich" vor / Foto: © AFP

AfD-Chefin Alice Weidel hat Unions-Wahlgewinner Friedrich Merz (CDU) einen "finanzpolitischen Staatsstreich" vorgeworfen. Die Pläne für die Lockerung der Schuldenbremse bei Verteidigung und ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur seien das "größte Schuldenpaket seit Bestehen der Bundesrepublik", sagte Weidel am Donnerstag im Bundestag. Die massive Schuldenaufnahme gefährde die Kreditwürdigkeit Deutschlands und müsse von den "Menschen in diesem Land durch höhere Zinsen auf Hypotheken, durch höhere Mieten und steigende Preise" bezahlt werden.

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"Noch kein Bewerber für das Kanzleramt hat in so kurzer Zeit so viele Wahlversprechen gebrochen wie Sie, Herr Merz", sagte Weidel. "Sie werden in die Geschichte eingehen als der Totengräber der Schuldenbremse, die Sie im Wahlkampf noch so vehement wie verlogen verteidigt haben."

Weidel forderte Merz auf, die Pläne für die Übernahme der Kanzlerschaft aufzugeben. "Denn Sie können es nicht. In diesem Punkt hatte Angela Merkel recht. Ihre Zeit ist abgelaufen, bevor sie überhaupt begonnen hat." Merz habe keine Prinzipien und keine Werte, sagte die AfD-Vorsitzende. Die Union solle sich deshalb von Merz trennen - "zum Wohle unseres Landes und zum Wohle Ihrer eigenen Partei".

(W.Uljanov--DTZ)

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