Deutsche Tageszeitung - Britischer Premier Starmer hält US-Zölle für sein Land für "wahrscheinlich"

Britischer Premier Starmer hält US-Zölle für sein Land für "wahrscheinlich"


Britischer Premier Starmer hält US-Zölle für sein Land für "wahrscheinlich"
Britischer Premier Starmer hält US-Zölle für sein Land für "wahrscheinlich" / Foto: © POOL/AFP

Trotz der laufenden Verhandlungen mit den USA über ein Handelsabkommen hält es der britische Regierungschef Keir Starmer für "wahrscheinlich", dass auch Großbritannien von den nächsten Zoll-Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump betroffen ist. "Wir arbeiten hart an einem Wirtschaftsabkommen, bei dem wir schnelle Fortschritte gemacht haben (...), aber es ist wahrscheinlich, dass es Zölle geben wird", sagte Starmer dem Sender Sky News am Dienstag.

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Entgegen seiner bisherigen Linie schloss Starmer britische Vergeltungsmaßnahmen für US-Zölle nicht mehr aus. "Niemand will einen Handelskrieg, aber ich muss im nationalen Interesse handeln, was bedeutet, dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben müssen", sagte er dem Sender. Bisher hatte er - anders als die Europäische Union - solche Gegenschritte abgelehnt.

Großbritannien verhandelt nach eigenen Angaben über ein Handelsabkommen mit den USA, ein Telefonat mit Trump hatte Starmer am Sonntag produktiv genannt. Nun erklärte er, dass es bei den Gesprächen um ein Wirtschaftsabkommen gehe, das "die Zölle verwalten und abschwächen" solle. Bei Starmers Besuch Ende Februar in Washington hatte Trump von einem Abkommen gesprochen, in dem Zölle nicht notwendig sind.

Neue US-Zölle könnten das Vereinigte Königreich in einer schwierigen Wirtschaftssituation treffen. Wegen des auch ohne Zölle schleppenden Wachstums hat Starmers Regierung Sozialleistungen gekürzt und die Steuern erhöht.

(V.Varonivska--DTZ)

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