Deutsche Tageszeitung - Panama hofft auf anhaltend "respektvolles" Verhältnis zu den USA

Panama hofft auf anhaltend "respektvolles" Verhältnis zu den USA


Panama hofft auf anhaltend "respektvolles" Verhältnis zu den USA
Panama hofft auf anhaltend "respektvolles" Verhältnis zu den USA / Foto: © AFP/Archiv

Ungeachtet der Drohungen von US-Präsident Donald Trump hinsichtlich des Panamakanals hofft das mittelamerikanische Land auf ein anhaltend "respektvolles" Verhältnis zu den USA. Die bilateralen Beziehungen müssten "respektvoll, transparent und für beide Seiten vorteilhaft bleiben", erklärte Panamas Außenminister Javier Martínez-Acha am Samstag im Onlinedienst X.

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In einem Telefonat mit US-Vize-Außenminister Christopher Landau habe er "bekräftigt, dass jede Zusammenarbeit Panamas im Rahmen unserer Verfassung, unserer Gesetze und des Neutralitätsvertrags des Kanals stattfinden wird", erklärte Martínez-Acha. Den Austausch mit Landau bezeichnete er als "herzlich und konstruktiv".

Dabei seien neben der illegalen Einwanderung auch Themen wie die organisierte Kriminalität und der Drogenhandel zur Sprache gekommen. Zudem sei es um den geplanten Verkauf der Hafenkonzessionen an beiden Einfahrten des Panamakanals durch das Hongkonger Unternehmen Hutchison an eine Gruppe von Unternehmen unter Leitung des US-Investors Blackrock gegangen.

Panamas Außenminister äußerte sich im Vorfeld eines für kommende Woche geplanten Besuchs von US-Verteidigungsministers Pete Hegseth. Das US-Außenministerium teilte mit, Landau habe sich seinerseits für Panamas Zusammenarbeit bei der Eindämmung der illegalen Einwanderung bedankt. Der Vize-Außenminister habe überdies "Panamas Maßnahmen zur Eindämmung des bösartigen Einflusses der Kommunistischen Partei Chinas" gewürdigt.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt wiederholt den seiner Auffassung nach zu großen chinesischen Einfluss auf den Panamakanal angeprangert. Zudem hatte er wiederholt damit gedroht, die Kontrolle über den Panamakanal zu übernehmen. Panama machte mehrere Zugeständnisse an Trump und übte Druck auf den Hongkonger Hafenbetreiber aus, sich zurückzuziehen.

Der von den USA gebaute Panamakanal war 1914 eröffnet worden. 1977 unterzeichneten der damalige US-Präsident Jimmy Carter und der damalige panamaische Militärmachthaber Omar Torrijos ein Abkommen zur Übergabe des Kanals an Panama, 1999 übernahm der panamaische Staat die Kontrolle über die Wasserstraße.

Der Panamakanal hat eine zentrale Bedeutung für den Welthandel, da er Schiffen die langwierige Umschiffung Südamerikas erspart. Über die wirtschaftlich und geostrategisch wichtige Wasserstraße werden fünf Prozent des Welthandels abgewickelt. Die Staaten, die den Panamakanal am intensivsten nutzen, sind die USA, China, Japan und Südkorea.

(O.Zhukova--DTZ)

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