Deutsche Tageszeitung - Palästinenser im Westjordanland streiken für ein Ende des Kriegs im Gazastreifen

Palästinenser im Westjordanland streiken für ein Ende des Kriegs im Gazastreifen


Palästinenser im Westjordanland streiken für ein Ende des Kriegs im Gazastreifen
Palästinenser im Westjordanland streiken für ein Ende des Kriegs im Gazastreifen / Foto: © AFP

In Ost-Jerusalem und im Westjordanland haben Palästinenser mit einem Generalstreik gegen den Krieg im Gazastreifen protestiert. Geschäfte, Schulen und die meisten öffentlichen Verwaltungen blieben in dem von Israel besetzten Palästinensergebiet am Montag geschlossen. Im Zentrum der Stadt Ramallah, wo die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Sitz hat, war eine Kundgebung geplant.

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Ein Bündnis palästinensischer politischer Bewegungen – darunter die untereinander verfeindeten Gruppen Fatah und Hamas - hatten "in allen besetzten palästinensischen Gebieten, in den Flüchtlingslagern (...) sowie alle, die unsere Sache unterstützen", zu dem Streik aufgerufen. Das Bündnis protestierte damit eigenen Angaben zufolge gegen "den Völkermord und das anhaltende Massaker an unserem Volk".

"Ich bin heute durch die Stadt gegangen und habe keinen einzigen Ort gefunden, der offen war'", sagte Fadi Saadi, Ladenbesitzer in Bethlehem, der Nachrichtenagentur AFP.

Israel hatte am 18. März nach einer fast zweimonatigen Waffenruhe die Luftangriffe auf den Gazastreifen wieder aufgenommen. Seitdem wurden nach palästinensischen Angaben täglich dutzende Menschen getötet.

"Wir schließen heute für unsere Familie im Gazastreifen, unsere Kinder im Gazastreifen", sagte der 68-jährige Imad Salman, der einen Souvenirladen in der Altstadt von Jerusalem hat. "In Jerusalem, im Westjordanland, können wir nicht mehr tun, als das", fügte er hinzu.

"Dieser Streik ist ein Zeichen der Solidarität mit dem Gazastreifen und dem, was dort geschieht - dem Krieg, der gegen das palästinensische Volk geführt wird, sei es von (US-Präsident Donald) Trump, (dem israelischen Premierminister Benjamin) Netanjahu, der israelischen Regierung oder der amerikanischen Regierung", sagte Ahmed, der seinen Nachnamen nicht nennen wollte.

Seit dem Beginn des Gaza-Krieges hat auch im Westjordanland die Gewalt stark zugenommen. Nach palästinensischen Angaben wurden seitdem mindestens 918 Palästinenser in dem Gebiet getötet, darunter militante Kämpfer. Auf israelischer Seite kamen im gleichen Zeitraum 33 Menschen, darunter auch Soldaten, ums Leben.

(U.Beriyev--DTZ)

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