Deutsche Tageszeitung - Atomgespräche im Oman: Irans Delegation trifft mit Gastgeber zusammen

Atomgespräche im Oman: Irans Delegation trifft mit Gastgeber zusammen


Atomgespräche im Oman: Irans Delegation trifft mit Gastgeber zusammen
Atomgespräche im Oman: Irans Delegation trifft mit Gastgeber zusammen / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Anlässlich der Atom-Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist die Delegation aus Teheran am Samstag im Vermittlerland Oman eingetroffen. Außenminister Abbas Araghtschi habe in Muskat bereits Gespräche mit Vertretern des Gastgeberlandes geführt, berichtete das iranische Staatsfernsehen. In Muskat sollen im Laufe des Tages die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA stattfinden.

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Die Delegation Teherans wird von Araghtschi angeführt, die der USA vom Sondergesandten Steve Witkoff. Es sind die hochrangigsten Verhandlungen seit der Aufkündigung des internationalem Atomabkommens mit dem Iran durch den damaligen und jetzigen US-Präsidenten Donald Trump 2018.

Unklar blieb zunächst der genaue Ablauf der Verhandlungen: Während US-Präsident Donald Trump direkte Gespräche angekündigt hat, sprach der Iran im Vorfeld von indirekten Gesprächen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Samstag, dass Omans Außenminister Badr bin Hamad Albusaidi als Vermittler zwischen den Delegationen fungieren solle. Die Gespräche sollten am Nachmittag beginnen.

Witkoff deutete im Vorfeld Flexibilität in der Position der US-Regierung an. Die USA würden die Verhandlungen zwar mit der Forderung beginnen, dass der Iran sein Atomprogramm vollkommen auflösen muss, sagte Witkoff am Freitag der US-Zeitung "Wall Street Journal". Das bedeute jedoch nicht, "dass wir keinen anderen Weg für einen Kompromiss finden werden", fügte er hinzu. Die rote Linie seien jedoch Atomwaffen.

Teheran erklärte im Vorfeld der Gespräche, angestrebt werde ein "echtes und faires" Abkommen. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, an Atomwaffen zu bauen, was Teheran bestreitet. 2015 hatte der Iran ein Abkommen unterzeichnet, das die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vorsah. Während Trumps erster Präsidentschaft zogen sich die USA jedoch 2018 einseitig aus dem Abkommen zurück.

Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus drängte Trump den Iran zu neuen Atomgesprächen - und droht für den Fall eines Scheitern mit einem militärischen Vorgehen. Wenige Stunden vor dem geplanten Beginn der Gespräche im Oman sagte Trump zu Reportern an Bord seines Präsidentenflugzeugs Air Force One: "Ich möchte, dass der Iran ein wunderbares, großartiges und glückliches Land ist. Aber sie dürfen keine Atomwaffen besitzen."

(Y.Leyard--DTZ)

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