Deutsche Tageszeitung - Chrupalla: AfD-Fraktion im Bundestag wird ihren Ton zügeln

Chrupalla: AfD-Fraktion im Bundestag wird ihren Ton zügeln


Chrupalla: AfD-Fraktion im Bundestag wird ihren Ton zügeln
Chrupalla: AfD-Fraktion im Bundestag wird ihren Ton zügeln / Foto: © AFP/Archiv

Die AfD-Abgeordneten im Bundestag sollen nach Worten von Fraktionschef Tino Chrupalla ihren Ton im Plenum entschärfen. "Da wird es in der Zukunft von unserer Seite auch einen anderen Ton auf parlamentarischer Ebene geben", sagte Chrupalla in dem am Freitag veröffentlichten "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Man sollte unterscheiden zwischen einer Bundestagsrede und zum Beispiel einer Demo-Rede", sagte Chrupalla. "Das kann man durchaus machen."

Textgröße ändern:

Als zweitstärkster Kraft im Bundestag sei der AfD "bewusst, dass wir eine größere Verantwortung haben", sagte Chrupalla zur Begründung. Die AfD wolle in Zukunft Regierungsverantwortung übernehmen. Daraus ergebe sich, "dass für uns natürlich auch die Verantwortung dahingehend steigt, auch die Wähler noch zu überzeugen".

Andere Fraktionen werfen der AfD vor, im Bundestag durch polemische Reden und Zwischenrufe für einen polarisierten Ton in der Debatte zu sorgen. In der vergangenen Legislaturperiode hatte es insgesamt 129 Ordnungsrufe des Bundestagspräsidiums gegeben - 85 davon galten der AfD.

In dem Deutschlandfunk-Interview wurde Chrupalla darauf angesprochen, dass Abgeordnete seiner Fraktion in der konstituierenden Sitzung des Bundestags die künftigen Regierungsfraktionen mit Zwischenrufen wie "Schrumpfgermanen" oder "Resterampe" schmähten. "Ich unterstütze das in dieser Form nicht", sagte Chrupalla dazu.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Anschlagsgefahr: Fünf bei Luftwaffenstützpunkt in England festgenommene Männer sind Briten

Bei den fünf Männern, die wegen möglicher Anschlagspläne in der Nähe eines auch von den USA genutzten britischen Luftwaffenstützpunktes festgenommen wurden, handelt es sich nach Behördenangaben um britische Staatsbürger. Die Männer zwischen 23 und 25 Jahren wohnen alle in London, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die iranische Botschaft in London wies Berichte über eine Verwicklung Teherans "kategorisch" zurück.

Gericht: Polizeibewerber darf nicht wegen Harnsteins abgelehnt werden

Ein Polizeibewerber darf einer Gerichtsentscheidung zufolge wegen eines einmaligen Harnsteins nicht abgelehnt werden. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster wies laut Mitteilung vom Montag die Beschwerde des Landes gegen eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Aachen zurück. Das Land habe kein konkretes Gesundheitsrisiko des Bewerbers aufgezeigt, das eine bestehende Verwendungseinschränkung aus Gründen der Fürsorgepflicht des Dienstherrn rechtfertigen würde, hieß es.

EU will Abwehr gegen hybride russische Angriffe stärken - Debatte über Notfallmechanismus

Die EU hat ihre Debatte über einen möglichen Notfallmechanismus als Reaktion auf hybride Angriffe Russlands fortgesetzt. Viele Länder hätten betont, dass eine solche Regelung "unbedingt in Ergänzung zur Nato geschehen" müsse, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister am Montag in Brüssel. Mit Blick auf das Treffen zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow verwies Kallas auf die fehlende Bereitschaft Russlands für ernsthafte Friedensverhandlungen.

Polizei: Fünf bei Luftwaffenstützpunkt festgenommene Männer alle Briten Mitte 20

Bei den fünf Männern, die wegen möglicher Anschlagspläne in der Nähe eines britischen Luftwaffenstützpunktes festgenommen wurden, handelt es sich nach Behördenangaben um britische Staatsbürger zwischen 23 und 25 Jahren. Die fünf Männer wohnen alle in London, wie die Polizei am Montag mitteilte. Einer der Männer sei 25 Jahre alt, drei Männer 24 und einer 23 Jahre alt.

Textgröße ändern: