Deutsche Tageszeitung - Wahl in Bayern 2028: Ministerpräsident Söder will es wie CSU-Legende Strauß machen

Wahl in Bayern 2028: Ministerpräsident Söder will es wie CSU-Legende Strauß machen


Wahl in Bayern 2028: Ministerpräsident Söder will es wie CSU-Legende Strauß machen
Wahl in Bayern 2028: Ministerpräsident Söder will es wie CSU-Legende Strauß machen / Foto: © AFP/Archiv

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mit einer Erinnerung an die CSU-Legende Franz Josef Strauß die Notwendigkeit einer Debatte über seine mögliche Nachfolge zurückgewiesen. "Franz Josef Strauß hat einmal gesagt: An der Spitze meiner Nachfolger stehe ich selbst an erster Stelle", sagte Söder dem "Münchner Merkur" laut Vorabmeldung vom Dienstag. Strauß war bis zu seinem Tod 1988 Ministerpräsident geblieben.

Textgröße ändern:

Wenn die Wähler und seine Partei es wollten, werde er auch 2028 wieder bei der Landtagswahl als Spitzenkandidat antreten, sagte der 58 Jahre alte CSU-Vorsitzende. Im Fall eines Wahlsiegs könnte er dann bis 2033 regieren. Söder ist seit 2018 Ministerpräsident. Er sprach sich damals dafür aus, die Zahl der Amtszeiten auf zwei zu beschränken, was er allerdings schon seit längerer Zeit nicht mehr vor hat.

Gerüchte, er könnte 2027 Bundespräsident werden wollen, wies Söder zurück. "Ganz ehrlich: Der schönste Moment in Berlin ist für mich jedes Mal, die Stadt wieder in Richtung Bayern zu verlassen", sagte er dem "Münchner Merkur". Das Amt des Bundespräsidenten sei "sicher sehr wichtig, aber nichts für mich", fügte Söder hinzu. "Ich bin gern Ministerpräsident und Parteivorsitzender und präge so die aktive Politik."

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Hannovers Oberbürgermeister Onay bei Stichwahl in Amt bestätigt

Der Grünen-Politiker Belit Onay bleibt für weitere acht Jahre Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Er setzte sich am Sonntag in einer Stichwahl mit 61,5 Prozent der Stimmen klar gegen den SPD-Bewerber Axel von der Ohe durch, der nach Angaben der Stadt auf 38,5 Prozent kam.

Volksabstimmung: Schweizer wollen keine striktere Linie bei Neutralität ihres Landes

Die Menschen in der Schweiz wollen keine strengere Auslegung der politischen Neutralität ihres Landes. Bei einer Volksabstimmung am Sonntag lehnen sie mit klarer Mehrheit einen Vorschlag für eine schärfere Linie in dieser Frage ab. Laut dem amtlichen Endergebnis votierten rund 70 Prozent der Teilnehmenden dafür, die Neutralität in der bestehenden Form beizubehalten. Damit kann die Schweiz auch weiterhin EU-Sanktionen etwa gegen Russland übernehmen.

"Fundamentale Unterschiede": Keine Annäherung bei Treffen Wadephuls mit Lawrow

Es war das erste Treffen der Außenminister von Deutschland und Russland seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren - doch eine Annäherung haben Johannes Wadephul (CDU) und Sergej Lawrow nicht erreicht. Bei dem Gespräch am Samstag in New York seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden, sagte Wadephul in der ARD.

CDU-Außenpolitiker kritisiert Treffen von Wadephul und Lawrow

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat das Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in New York scharf kritisiert. "Ich sehe das Treffen sehr kritisch. Im Nachhinein wäre ein Telefonat klüger gewesen. Denn das Ergebnis bleibt das Gleiche", sagte Kiesewetter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ", Montagsausgabe). Den Glauben, dass sich mit Russland verhandeln lasse, habe Lawrow "wie immer lächerlich gemacht".

Textgröße ändern: