Deutsche Tageszeitung - Trump: Wahl von Papst Leo XIV. ist "große Ehre" für die USA

Trump: Wahl von Papst Leo XIV. ist "große Ehre" für die USA


Trump: Wahl von Papst Leo XIV. ist "große Ehre" für die USA
Trump: Wahl von Papst Leo XIV. ist "große Ehre" für die USA / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat dem neuen Papst Leo XIV. zu seiner Wahl gratuliert. Es sei "aufregend" und eine "große Ehre" für die Vereinigten Staaten, dass der US-Kardinal Robert Francis Prevost "zum ersten amerikanischen Papst" gewählt worden sei, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er freue sich darauf, den neuen Papst zu treffen. "Das wird ein sehr bedeutender Moment", betonte Trump.

Textgröße ändern:

US-Außenminister Marco Rubio gratulierte dem Papst ebenfalls. "Die Vereinigten Staaten freuen sich darauf, unsere dauerhafte Beziehung zum Heiligen Stuhl mit dem ersten amerikanischen Pontifex zu vertiefen", erklärte Rubio, der anders als Trump Katholik ist. Der verstorbene Papst Franziskus hatte Trumps Regierungen in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, unter anderem wegen ihrer harten Abschiebepolitik.

Die US-Bischofskonferenz veröffentlichte im Onlinedienst X ein Bild des neuen Papstes mit der Aufschrift "Unser Heiliger Vater, Leo XIV." Etwa jeder fünfte US-Bürger bezeichnet sich nach Angaben des Forschungszentrums Pew Research Center als Katholik. Damit sind Katholiken die größte religiöse Gruppierung in den Vereinigten Staaten. Besonders viele Gläubige leben in Bundesstaaten wie Kalifornien, Texas oder New York. Dazu kommen Millionen von Katholiken aus lateinamerikanischen Ländern, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben.

Seit der Unabhängigkeitserklärung der USA vor fast 250 Jahren wurde noch nie ein US-Kardinal zum Papst gewählt. Prevost hat nach Angaben von US-Medien zudem die peruanische Staatsangehörigkeit. In Peru war er mehrfach als Geistlicher tätig. Der neue Papst gilt in den USA als progressiv. Bei Themen wie Umweltschutz und Migration wird ihm eine ähnlich offene Haltung nachgesagt wie seinem Vorgänger Franziskus.

Trump hatte vor rund zwei Wochen an der Trauerfeier für den verstorbenen Papst Franziskus in Rom teilgenommen. Danach rief er bei Katholiken mit einem Bild von sich scharfe Kritik hervor, das ihn in Papstsoutane mit erhobenem Finger zeigt. Das in Onlinemedien verbreitete Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz erzeugt.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

SPD droht mit Blockade der Pflegereform im Kabinett

Die SPD droht damit, den für Mittwoch geplanten Kabinettsbeschluss zur Pflegereform zu blockieren. "Wir akzeptieren keine Leistungskürzung in der Pflege", erklärte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf am Freitagabend. Die Partei wolle vor einer Zustimmung weiterverhandeln, berichtete zudem das ARD-Hauptstadtstudio. Während Patientenschützer dies begrüßten, warnten Pflegeunternehmen vor einer "Hängepartie".

Bürgerschaftswahl in Bremen: Linke geht mit Fraktionschefin Leonidakis ins Rennen

Die Bremer Linke geht mit ihrer Fraktionschefin Sofia Leonidakis als Spitzenkandidatin in die Bürgerschaftswahl im Mai kommenden Jahres. Ein Landesparteitag wählte die 42-Jährige am Samstag mit 91 Prozent auf Platz eins der Landesliste, wie die Partei mitteilte. Die Linke regiert in Bremen in einer Dreierkoalition mit SPD und Grünen unter Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). In der Hansestadt wird am 30. Mai 2027 ein neues Landesparlament gewählt.

Rotes Telefon für KI: USA und China richten Hotline für Zwischenfälle ein

Eine Art Rotes Telefon für KI: Die USA und China wollen einen direkten Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit Künstlicher Intelligenz einrichten. Darüber hinaus vereinbarten beide Länder beim Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington einen "US-chinesischen Dialog über Superintelligenz". In ihm wollten sich beide Seiten über Chancen und Risiken der Technologie austauschen, erklärte das Weiße Haus am Freitag (Ortszeit).

Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Fraktionschef Dirschauer ist SSW-Spitzenkandidat

Knapp sieben Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) seinen Landtagsfraktionschef Christian Dirschauer offiziell zum Spitzenkandidaten gewählt. Ein Parteitag in Flensburg nominierte den 45-Jährigen am Samstag in schriftlicher Abstimmung mit 95 Prozent; einen Gegenkandidaten gab es nicht. Die formale Wahl der vollständigen SSW-Landesliste steht aber noch aus: Sie soll auf einem außerordentlichen Landesparteitag im Dezember stattfinden.

Textgröße ändern: