Deutsche Tageszeitung - Sieben Festnahmen bei Razzia gegen Schleuserbande in Deutschland und Belgien

Sieben Festnahmen bei Razzia gegen Schleuserbande in Deutschland und Belgien


Sieben Festnahmen bei Razzia gegen Schleuserbande in Deutschland und Belgien
Sieben Festnahmen bei Razzia gegen Schleuserbande in Deutschland und Belgien / Foto: © AFP/Archiv

Deutsche und belgische Ermittler haben gemeinsam eine mutmaßlich für die illegale Einreise von knapp 300 Migranten verantwortliche Schleuserbande zerschlagen. Spezialkräfte der Polizei nahmen am Dienstag in beiden Ländern insgesamt sieben Verdächtige fest und durchsuchten Wohnungen, wie die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Bundespolizei in Freilassing in Bayern gemeinsam erklärten. Sechs der sieben Festnahmen erfolgten in Belgien.

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In Deutschland wurden den Angaben zufolge ein Verdächtiger festgenommen sowie Objekte im bayerischen Landkreis Ansbach und im sächsischen Leipzig durchsucht. Das international operierende mutmaßliche Schleusernetzwerk soll in den Jahren 2022 bis 2024 insgesamt etwa 300 Menschen illegal in normalen Autos nach Deutschland und in andere EU-Staaten eingeschleust haben. Die Fahrten gingen meist über Polen und Österreich nach Deutschland.

Auf die Spur der hauptsächlich von Belgien aus agierenden Bande kamen die Ermittler demnach durch die Überprüfung eines verdächtigen Autofahrers bei einer Kontrolle hinter der deutsch-österreichischen Grenze in Bayern im September. Bei der Auswertung von Mobiltelefonen des Manns ergab sich ein Schleusungsverdacht.

Die weiteren Ermittlungen führten dann zu dem Netzwerk. Die in Belgien gefassten Verdächtigen sollen nach Deutschland überstellt werden, die Auslieferung wurde beantragt. In die Ermittlungen waren neben belgischen Behörden die EU-Behörden Europol und Eurojust eingebunden.

(P.Hansen--DTZ)

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