Deutsche Tageszeitung - Bundesbauministerin Hubertz will staatliche Garantien für Bau neuer Wohnungen

Bundesbauministerin Hubertz will staatliche Garantien für Bau neuer Wohnungen


Bundesbauministerin Hubertz will staatliche Garantien für Bau neuer Wohnungen
Bundesbauministerin Hubertz will staatliche Garantien für Bau neuer Wohnungen / Foto: © AFP

Die neue Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat staatliche Garantien für die Finanzierung neuer Wohnungen ins Spiel gebracht. Die Frage sei, wie man privates Kapital hebeln könne, um gemeinsam mit der öffentlichen Hand das Bauen voranzubringen, sagte Hubertz "Zeit Online" (Mittwoch). "Da denke ich in Richtung Garantien, die der Bund gibt, um gute Finanzierungsbedingungen für diejenigen zu ermöglichen, die bezahlbaren Wohnraum schaffen wollen."

Textgröße ändern:

Viele kleinere und auch öffentliche im Wohnungsbau tätige Unternehmen verfügten über zu wenig Eigenkapital, führte Hubertz aus. "Sie müssen für einen Immobilienkredit rund drei oder vier Prozent Zinsen aufbringen. Der Staat kann hier sagen: Ich übernehme Risiken, gebe Garantien oder stärke über einen Investitionsfonds das Eigenkapital." Da sehe sie als Betriebswirtin einen wichtigen Hebel, um die Zinsen zu senken, sagte die Ministerin weiter. "Dann lässt sich plötzlich viel günstiger bauen."

Um den Bau neuer Wohnungen erschwinglicher zu machen, will Hubertz den sogenannten Gebäudetyp E gesetzlich schnell umsetzen. Das E steht hier sowohl für "einfach" als auch "experimentell" - es soll also einfacher von bisherigen Normen abgewichen werden können. Das werde "ein wichtiges Projekt" mit der neuen Justizministerin" Stefanie Hubig (SPD), sagte Hubertz. "So kriegen wir die Baukosten auch runter."

Momentan könne der Markt wegen der hohen Kosten kaum Wohnungen bauen, die für unter 15 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter angeboten werden können. "Mein Ziel ist: Unter 15 Euro pro Quadratmeter im Neubau müssen möglich sein", sagte Hubertz. Diese Grenze steht auch im Koalitionsvertrag.

Den Wohnungsbau bezeichnete Hubertz als "riesigen Wirtschaftstreiber" in einer schwächelnden Konjunktur. "Rund die Hälfte der Investitionen sind Bauinvestitionen. Er kann als Konjunktur-Lokomotive dienen."

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Behörden: Fünf Tote bei russischem Angriff auf Markt in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen überdachten Markt in der Ukraine sind nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich am Samstag in der Stadt Nikopol in der Region Dnipropetrowsk ereignet, teilte der zuständige Regionalgouverneur Oleksandr Gandscha im Onlinedienst Telegram mit. Es seien zudem 19 Menschen verletzt worden.

Selenskyj zu Treffen mit Erdogan in Istanbul eingetroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan nach Istanbul gereist. Selenskyj erklärte am Samstag im Kurzbotschaftendienst X, Ziel des Besuches sei eine Vertiefung der Partnerschaft beider Länder zum Schutz von Menschenleben, für mehr Stabilität und Sicherheit in Europa und im Nahen Osten. Es werde unter anderem um die Drohnenabwehr, aber auch grundsätzlich die "Sicherheitskooperation" gehen.

Abgeordneter: Irans Ölexporte von Insel Charg nehmen trotz Krieg zu

Die iranischen Ölexporte von der Ölinsel Charg haben nach offiziellen Angaben trotz des Iran-Kriegs zugenommen. "Nach meinen Besuchen und Treffen auf der Insel Charg muss ich sagen, dass die Ölexporte in den vergangenen Tagen nicht nur nicht zurückgegangen sind, sondern sogar gestiegen sind", sagte der Vorsitzende des Energieausschusses des iranischen Parlaments, Moussa Ahmadi, laut Berichten der Nachrichtenagentur Isna am Samstag.

Iranische Staatsmedien: Erneuter Angriff auf Atomkraftwerk Buschehr - ein Toter

Die USA und Israel haben nach Angaben iranischer Staatsmedien am Samstag erneut einen Luftangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr geflogen. Dabei sei in der Nähe der Anlage ein Sicherheitsmann getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. An den Atominstallationen seien keine Schäden entstanden.

Textgröße ändern: