Deutsche Tageszeitung - Gesundheitsministerin Warken: Pflegekräfte sollen mehr Verantwortung bekommen

Gesundheitsministerin Warken: Pflegekräfte sollen mehr Verantwortung bekommen


Gesundheitsministerin Warken: Pflegekräfte sollen mehr Verantwortung bekommen
Gesundheitsministerin Warken: Pflegekräfte sollen mehr Verantwortung bekommen / Foto: © AFP/Archiv

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass Pflegerinnen und Pfleger mehr Verantwortung übertragen bekommen. "Die Pflegekräfte können viel, haben eine tolle Ausbildung, haben eine Ahnung von vielen Dingen, gerade beim Thema Wundversorgung, Demenzmanagement", sagte Warken am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "All diese Dinge können sie oft besser auch als der Arzt." Lob dafür kam vom Verband der gesetzlichen Krankenkassenverband.

Textgröße ändern:

"Wir wollen ihnen mehr Verantwortung geben, mehr Vertrauen schenken und gerade auch die Kompetenzen, die sie haben, besser nutzen", sagte Warken mit Blick auf die Pflegefachkräfte. Wenn einzelne Behandlungen dann "ein bisschen pragmatischer und schneller" angegangen werden könnten, helfe das allen - auch dem System, betonte die Ministerin in der ARD.

Der GKV-Spitzenverband sprach von einem "guten Signal der neuen Gesundheitsministerin". Die Pflegefachkräfte könnten mehr, als ihnen heute erlaubt sei, erklärte der Sprecher des Verbands, Florian Lanz, gegenüber AFP. "Mehr Kompetenzen für Pflegefachkräfte könnte sogar eine Win-win-win-Regelung werden, denn das hilft den Pflegebedürftigen, stärkt die Pflegekräfte und entlastet die Ärztinnen und Ärzte", fuhr er fort.

Warken sagte weiter, Ziel der Bundesregierung sei es, dass die Menschen Vertrauen "in unser Gesundheitssystem" zurückgewinnen. Die Beiträge müssten "stabil" bleiben, wobei es keine Leistungskürzungen geben soll. Es stecke viel "Geld im System", das anders genutzt werden könnte. "Wir gehen jetzt aber mit allen ins Gespräch und schauen uns da die Vorschläge an, um dann wirklich gute Reformen machen zu können", betonte die Ministerin.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

USA und Iran führen in Pakistan direkte Gespräche über Kriegsende

Im Bemühen um eine Beendigung des Iran-Kriegs haben die USA, der Iran und Pakistan erstmals direkte Dreiergespräche geführt. Vertreter der drei Staaten hätten in Islamabad direkte persönliche Gespräche geführt, erklärte ein hochrangiger Beamter aus dem Weißen Haus am Samstag. Derzeit gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, während der verhandelt werden soll. Die Positionen Washingtons und Teheran liegen aber weit auseinander. US-Präsident Donald Trump erklärte indes, die USA hätten mit der "Freigabe der Straße von Hormus" begonnen - kurz darauf passierten zwei US-Kriegsschiffe die Meerenge.

Weißes Haus: USA führen mit Iran und Pakistan direkte Dreiergespräche

Die USA, Pakistan und der Iran haben am Samstag direkte Dreiergespräche miteinander geführt. Vertreter der drei Parteien hätten in Islamabad direkte persönliche Gespräche geführt, erklärte ein hochrangiger Beamter aus dem Weißen Haus. Dies stellt eine Abkehr von der bisherigen Praxis dar, bei der die Vertreter Washingtons und Teherans in getrennten Räumen saßen und nur über einen Vermittler verhandelten.

Hunderte protestieren in Magdeburg gegen AfD-Landesparteitag

Mehrere hundert Demonstranten haben am Samstag in Magdeburg anlässlich des Landesparteitags der AfD gegen die Partei protestiert. Vor dem Tagungsgebäude versammelten sich nach Beobachtungen eines AFP-Reporters etliche Menschen mit Regenbohnenfahnen und Transparenten, auf denen etwa "Nein zu Rassismus" und "Magdeburg für das AfD-Verbot" stand. Nach Angaben der Polizei fanden in ganz Magdeburg fünf Versammlungen und Demonstrationszüge mit insgesamt rund 650 Teilnehmenden statt.

Streit über geplante Gespräche zwischen Israel und Libanon in Washington

Israel will bei den mit dem Libanon geplanten Gesprächen eigenen Angaben zufolge nicht über eine Waffenruhe mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz verhandeln - die Hisbollah bezeichnet ihrerseits die in Washington geplanten Gespräche als gesetzeswidrig. Die angekündigten Gespräche seien "ein offensichtlicher Verstoß" gegen "die Verfassung und libanesische Gesetze", erklärte Hisbollah-Vertreter Hassan Fadlallah am Samstag. Derweil griff Israel weiterhin Ziele der Hisbollah im Libanon an.

Textgröße ändern: