Deutsche Tageszeitung - Bundesregierung verhilft neun Deutschen zu Ausreise aus Gazastreifen

Bundesregierung verhilft neun Deutschen zu Ausreise aus Gazastreifen


Bundesregierung verhilft neun Deutschen zu Ausreise aus Gazastreifen
Bundesregierung verhilft neun Deutschen zu Ausreise aus Gazastreifen / Foto: © AFP

Die Bundesregierung hat neun deutschen Staatsangehörigen zur Ausreise aus dem Gazastreifen verholfen. Die neun Bürgerinnen und Bürger seien am Dienstag gemeinsam mit drei nahen Familienangehörigen "in Sicherheit" gebracht worden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin. Die Ausreise sei "in enger Abstimmung mit der israelischen Regierung" organisiert worden. Das Auswärtige Amt sei "sehr erfreut und erleichtert" über das Gelingen der Ausreise.

Textgröße ändern:

Der Außenamtssprecher verwies in diesem Zusammenhang auf "gesetzliche Verpflichtungen", nach denen die Bundesregierung deutschen Staatsbürgern in Notsituationen im Ausland helfen müsse. Die Bundesregierung habe bereits in der Vergangenheit Deutschen zur Ausreise aus dem Gazastreifen verholfen. Dies habe aber "nichts zu tun mit etwaigen Plänen, die wir von israelischen Akteuren hören, freiwillige Ausreisen aus Gaza oder die Vertreibung oder Umsiedlung von Palästinensern zu befördern oder zu unterstützen", betonte der Außenamtssprecher.

Die israelische Armee hatte ihre massiven Angriffe im Gazastreifen Mitte März nach einer zweimonatigen Waffenruhe wieder aufgenommen. Seit Anfang März blockierte Israel zudem die Einfuhr jeglicher Hilfsgüter in das Gebiet. In der Folge verstärkte sich der internationale Druck auf Israel, den Militäreinsatz einzustellen und Hilfslieferungen in das Gebiet zu erlauben, wo die Bevölkerung massiv unter einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten leidet.

Am Montag gab die UNO bekannt, dass sie zum ersten Mal seit der Blockade Anfang März wieder Hilfen in den Gazastreifen liefern durfte. Dabei sei "völlig klar, dass die bisherigen Lieferungen viel zu wenig sind und dem Bedarf nicht entsprechen", sagte der Außenamtssprecher in Berlin. Es sei zudem klar, "dass sehr viel mehr rein muss und vor allen Dingen auch, dass die Vereinten Nationen und die humanitären Organisationen dort unabhängig arbeiten können müssen".

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

USA und Iran führen in Pakistan direkte Gespräche über Kriegsende

Im Bemühen um eine Beendigung des Iran-Kriegs haben die USA, der Iran und Pakistan erstmals direkte Dreiergespräche geführt. Vertreter der drei Staaten hätten in Islamabad direkte persönliche Gespräche geführt, erklärte ein hochrangiger Beamter aus dem Weißen Haus am Samstag. Derzeit gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, während der verhandelt werden soll. Die Positionen Washingtons und Teheran liegen aber weit auseinander. US-Präsident Donald Trump erklärte indes, die USA hätten mit der "Freigabe der Straße von Hormus" begonnen - kurz darauf passierten zwei US-Kriegsschiffe die Meerenge.

Weißes Haus: USA führen mit Iran und Pakistan direkte Dreiergespräche

Die USA, Pakistan und der Iran haben am Samstag direkte Dreiergespräche miteinander geführt. Vertreter der drei Parteien hätten in Islamabad direkte persönliche Gespräche geführt, erklärte ein hochrangiger Beamter aus dem Weißen Haus. Dies stellt eine Abkehr von der bisherigen Praxis dar, bei der die Vertreter Washingtons und Teherans in getrennten Räumen saßen und nur über einen Vermittler verhandelten.

Hunderte protestieren in Magdeburg gegen AfD-Landesparteitag

Mehrere hundert Demonstranten haben am Samstag in Magdeburg anlässlich des Landesparteitags der AfD gegen die Partei protestiert. Vor dem Tagungsgebäude versammelten sich nach Beobachtungen eines AFP-Reporters etliche Menschen mit Regenbohnenfahnen und Transparenten, auf denen etwa "Nein zu Rassismus" und "Magdeburg für das AfD-Verbot" stand. Nach Angaben der Polizei fanden in ganz Magdeburg fünf Versammlungen und Demonstrationszüge mit insgesamt rund 650 Teilnehmenden statt.

Streit über geplante Gespräche zwischen Israel und Libanon in Washington

Israel will bei den mit dem Libanon geplanten Gesprächen eigenen Angaben zufolge nicht über eine Waffenruhe mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz verhandeln - die Hisbollah bezeichnet ihrerseits die in Washington geplanten Gespräche als gesetzeswidrig. Die angekündigten Gespräche seien "ein offensichtlicher Verstoß" gegen "die Verfassung und libanesische Gesetze", erklärte Hisbollah-Vertreter Hassan Fadlallah am Samstag. Derweil griff Israel weiterhin Ziele der Hisbollah im Libanon an.

Textgröße ändern: