Deutsche Tageszeitung - Studie: Weniger Ausländer auf Jobsuche in Deutschland - mehr Nachfrage aus USA

Studie: Weniger Ausländer auf Jobsuche in Deutschland - mehr Nachfrage aus USA


Studie: Weniger Ausländer auf Jobsuche in Deutschland - mehr Nachfrage aus USA
Studie: Weniger Ausländer auf Jobsuche in Deutschland - mehr Nachfrage aus USA / Foto: © AFP/Archiv

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist für Ausländerinnen und Ausländer offenbar unattraktiver geworden: Der Anteil der Jobsuchen aus dem Ausland in den ersten vier Monaten dieses Jahres fiel auf den niedrigsten Stand seit 2022, wie das Jobportal Indeed in Düsseldorf am Donnerstag unter Verweis auf die Auswertung von IP-Adressen mitteilte. In einzelnen Ländern gewinnt Deutschland demnach jedoch an Attraktivität - besonders in den USA und der Ukraine.

Textgröße ändern:

Im April lag der Anteil der Zugriffe auf Jobangebote in Deutschland bei Indeed bei 4,3 Prozent. Vor einem Jahr war es den Angaben zufolge noch ein Prozentpunkt mehr. Insbesondere Menschen aus Indien, Bangladesch und Pakistan klickten demnach deutlich seltener auf Anzeigen deutscher Unternehmen.

Bei Menschen aus den USA und der Ukraine war der Trend gegensätzlich. Der Anteil von Jobsuchenden mit ukrainischen IP-Adressen an allen internationalen Suchen stieg deutlich von 1,5 auf 3,2 Prozent. "Auch aus den USA nahm die Nachfrage spürbar zu", erklärte Indeed. Der Anteil stieg von 5,1 auf 6,8 Prozent.

Damit kommen die meisten ausländischen Jobsuchen mittlerweile aus den USA, dahinter folgen Österreich und Frankreich. Indeed-Arbeitsmarktexpertin Virginia Sondergeld bezeichnete das als "bemerkenswert". "Schließlich wäre ein Umzug aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland mit deutlich mehr Aufwand verbunden als aus einem deutschen Nachbarland." Vieles spreche dafür, dass "politische Faktoren" bei dieser Entwicklung eine Rolle spielen.

Für die Studie untersucht Indeed nach eigenen Angaben den Anteil der Klicks auf deutsche Stellenanzeigen von Arbeitssuchenden mit IP-Adresse aus dem Ausland. Arbeitssuchende, deren Standort nicht ermittelt werden konnte, werden demnach aus der Analyse ausgeschlossen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Gregor Gysi fordert Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linksfraktion

Berlin – Jetzt schaltet sich auch Linken-Urgestein Gregor Gysi (78) in den Streit um Vanessa Emde ein! Der Bundestagsabgeordnete spricht sich offen für einen Rauswurf seiner umstrittenen Berliner Parteikollegin aus der Linksfraktion aus.

Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung

Nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner hat US-Präsident Donald Trump am Freitag seine Stabschefin Susie Wiles entlassen . Bereits am Montag soll ihr bisheriger Stellvertreter Stephen Miller die Leitung des Weissen Hauses übernehmen.

USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus

Ausserdem sollen Hinweisgeber die Aussicht auf eine «mögliche Umsiedlung bekommen», wie es auf einer Webseite der US-Regierung heisst. Von Interesse seien Informationen über Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal wie Wissenschaftler sowie über Material, das weggeschafft worden sei.

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Textgröße ändern: