Deutsche Tageszeitung - Zahl neuer Einwanderer in Großbritannien halbierte sich 2024 gegenüber Vorjahr

Zahl neuer Einwanderer in Großbritannien halbierte sich 2024 gegenüber Vorjahr


Zahl neuer Einwanderer in Großbritannien halbierte sich 2024 gegenüber Vorjahr
Zahl neuer Einwanderer in Großbritannien halbierte sich 2024 gegenüber Vorjahr / Foto: © POOL/AFP

Die Zahl neuankommender Einwanderer in Großbritannien hat sich im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Die Zahl sei von 860.000 registrierten Migranten im Jahr 2023 um rund 50 Prozent gesunken und habe im Jahr 2024 bei 431.000 gelegen, teilte das Nationale Statistikamt (ONS) am Donnerstag mit. Es handelt sich um den stärksten Rückgang der Migration seit der Corona-Pandemie.

Textgröße ändern:

Den Angaben zufolge kommen weniger Menschen mit einem Arbeitsvisum oder einem Studentenvisum ins Land. Zugleich hätten viele Menschen, insbesondere aus dieser Gruppe, das Land im vergangenen Jahr aufgrund fehlender Visa verlassen.

Die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer steht wegen der Migrationspolitik unter Druck, zuletzt hatte die rechtspopulistische Partei Reform UK die Labour-Partei in Umfragen überholt. In der vergangenen Woche hatte Starmer angekündigt, die Grenzen Großbritanniens "endlich wieder unter Kontrolle" zu bringen und "radikale" Maßnahmen angekündigt, um die Migration zu reduzieren. Innenministerin Yvette Cooper sagte, dass seit den Wahlen 2024 rund 30.000 Migranten in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt worden seien.

Die konservative Oppositionsführerin Kemi Badenoch schrieb hingegen im Onlinedienst X: "Die Zahlen sind immer noch zu hoch". Starmer stimme immer noch gegen jeden Plan, um die Zahlen weiter zu senken, erklärte sie.

Migration ist eines der brisantesten Themen in der britischen Politik. Bereits Starmers konservative Vorgängerregierung hatte Verschärfungen bei der Vergabe von Visa beschlossen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Urkunde bei UNO hinterlegt: Deutschland tritt UN-Hochseeschutzabkommen bei

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat eine Ratifizierungsurkunde für den Beitritt Deutschlands zum UN-Hochseeschutzabkommen bei den Vereinten Nationen hinterlegt und damit den deutschen Beitritt besiegelt. Schneider bezeichnete das Abkommen nach Angaben seines Ministeriums vom Dienstag als "den größten internationalen umweltpolitischen Erfolg der letzten Jahre". Die Hinterlegung der Urkunde erfolgte am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung, zu der Schneider nach New York gereist war.

Grüne fordern von Linkspartei "Klarheit" bei Antisemitismus und Rauswurf Kocaks

In der Debatte um Clan-Kontakte und Antisemitismus-Vorwürfe bei der Berliner Linken haben die Grünen die Linkspartei im Bund zu harten Konsequenzen aufgefordert. "Es braucht hier rote Linien, gerade beim Kampf gegen Antisemitismus", sagte Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic am Mittwoch in Berlin. Wie zuvor schon Grünen-Fraktionschefin Katherina Dröge forderte sie von der Linken-Bundestagsfraktion den Ausschluss des Abgeordneten Ferat Kocak wegen dessen Kontakten ins Berliner Clan-Milieu.

Thüringer SPD-Chef Maier gibt Amt auf - Kritik an Bundespartei

Der Thüringer Innenminister Georg Maier hat seinen Rückzug als SPD-Landeschef angekündigt und gleichzeitig die Bundespartei kritisiert. Der 59-Jährige sagte dem Magazin "Stern" nach Angaben vom Mittwoch, er wolle die Mehrfachbelastung durch Partei, Regierung und Familie "etwas reduzieren". Landesinnenminister will der seit 2020 amtierende Thüringer SPD-Chef aber bleiben. "Das ist ausdrücklich kein Rückzug aus der Politik", sagte er. Als seine Nachfolgerin an der SPD-Spitze schlage er Sozialministerin Katharina Schenk vor.

Landtagswahlumfrage für Nordrhein-Westfalen: CDU weiter vorn - AfD legt zu

Sieben Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt die regierende CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst trotz Verlusten laut einer Umfrage weiter vor allen anderen Parteien. In der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Forsa für den "Kölner Stadt-Anzeiger" kommen die Christdemokraten auf 29 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Forsa-Befragung vom April verlieren sie damit drei Prozentpunkte.

Textgröße ändern: