Deutsche Tageszeitung - Erneut Zusammenstöße in Los Angeles wegen Razzien der Bundesbehörden gegen Migranten

Erneut Zusammenstöße in Los Angeles wegen Razzien der Bundesbehörden gegen Migranten


Erneut Zusammenstöße in Los Angeles wegen Razzien der Bundesbehörden gegen Migranten
Erneut Zusammenstöße in Los Angeles wegen Razzien der Bundesbehörden gegen Migranten / Foto: © AFP/Archiv

Nach Razzien vermummter und bewaffneter Beamter gegen Migranten haben sich in Los Angeles erneut gewaltsame Zusammenstöße zwischen US-Bundespolizisten und wütenden Demonstranten ereignet. Wie aus örtlichen Medienberichten und Veröffentlichungen in Online-Netzwerken hervorging, gingen im überwiegend von Latinos bewohnten Vorort Paramount die Beamten am Samstag mit Blendgranaten und Tränengas gegen die Demonstrierenden vor, die die Beamten mit Gegenständen bewarfen. Zudem wurde ein Teil einer Hauptverkehrsstraße gesperrt.

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Bereits am Freitag hatten in der kalifornischen Metropole aufgebrachte Demonstranten einen Fahrzeug-Konvoi der Einwanderungsbehörde (ICE) verfolgt und die Beamten mit Eiern beworfen. Die Polizei trieb die Menge mit Blendgranaten auseinander. Auslöser des Protests waren Razzien in mehreren Stadtvierteln, bei denen dutzende Migranten festgenommen wurden.

Nach den Auseinandersetzungen entlang des ICE-Konvois versammelten sich Medienberichten zufolge in der Innenstadt hunderte Demonstranten und forderten die sofortige Freilassung der Festgenommenen. Die weitgehend friedliche Kundgebung wurde von der Polizei aufgelöst, wobei es ebenfalls teils gewaltsame Auseinandersetzungen gab.

Die landesweiten Razzien sind das Ergebnis der von US-Präsident Donald Trump mit seinem Amtsantritt im Januar angeordneten Migrationspolitik, die eine Massenabschiebung von Einwanderern zum Ziel hat. Kern des Wahlkampfs des Rechtspopulisten waren rassistische und menschenverachtende Parolen gegen Migranten, die er pauschal als "Kriminelle aus dem Ausland" bezeichnet.

Nach den jüngsten Ausschreitungen erklärten die Behörden in Los Angeles, sie würden gegen gewalttätige Demonstrierende vorgehen. Zugleich warnten sie vor einer eskalierenden Wirkung einer anhaltenden Präsenz von ICE-Beamten. Am Freitag hatte die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, das Vorgehen der Bundesbeamten bereits scharf verurteilt.

"Wir machen Los Angeles sicherer", erklärte Tom Homan, den Trump mit den Massenabschiebungen betraut hat, im Onlinedienst X. "Bürgermeisterin Bass sollte uns danken." Zugleich kündigte Homan für Samstagabend (Ortszeit) den Einsatz der Nationalgarde in Los Angeles an.

Der Vize-Chef der US-Bundespolizei FBI, Dan Bongino, erklärte, bei den Protesten am Freitag habe es eine Reihe von Festnahmen gegeben. "Ihr bringt Chaos, wir bringen Handschellen", schrieb er auf X. "Recht und Ordnung werden sich durchsetzen."

(B.Izyumov--DTZ)

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