Deutsche Tageszeitung - Entschädigung nach Coronaimpfung: Frau mit Kopfschmerzen scheitert vor Gericht

Entschädigung nach Coronaimpfung: Frau mit Kopfschmerzen scheitert vor Gericht


Entschädigung nach Coronaimpfung: Frau mit Kopfschmerzen scheitert vor Gericht
Entschädigung nach Coronaimpfung: Frau mit Kopfschmerzen scheitert vor Gericht / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Vor dem baden-württembergischen Landessozialgericht ist eine Frau in einem Prozess wegen angeblicher Gesundheitsschäden nach einer Coronaimpfung gescheitert. Wie das Gericht am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, stellte es keinen Zusammenhang zwischen der Coronaimpfung und starken Kopfschmerzen der Klägerin fest. Die Frau habe damit keinen Anspruch auf Entschädigungsleistungen. Sie war zuvor bereits vor dem Sozialgericht Reutlingen erfolglos gebleben.

Textgröße ändern:

Laut Gericht litt die Klägerin bereits seit langem unter Migräne. Am 12. Mai 2021 erhielt sie eine Coronaimpfung. Ende Juni gab sie bei einer stationären Behandlung an, seit etwa fünf Wochen unter Dauerkopfschmerzen zu leiden. Wenige Tage und Wochen nach der Impfung hatte sie bei ärztlichen Untersuchungen jedoch über keine Beschwerden berichtet.

Das Gericht stellte klar, dass nur Impfkomplikationen - also über das normale Maß hinausgehende Beschwerden - entschädigungsfähig seien. Diese seien bei der Klägerin aber nicht nachgewiesen.

Kopfschmerzen gehören demnach zu üblichen Impfreaktionen, die meist innerhalb von 48 Stunden nach einer Impfung auftreten. Im Fall eines längeren Zeitraums könnten Kopfschmerzen hingegen nicht mit Wahrscheinlichkeit auf eine Impfung zurückgeführt werden, hieß es weiter.

Zudem verwies das Gericht im Fall der Klägerin auf "Alternativursachen". So könnten ihre Kopfschmerzen auf mögliche Nebenwirkungen des Medikaments Methylphenidat zurückzuführen sein, das die Frau seit Jahren gegen ADHS einnehme. Darüber hinaus habe die Frau laut einem Kopfschmerztagebuch bereits 2014 unter ähnlichen Symptomen gelitten, wie von ihr nun geschildert. Das Urteil fiel Anfang Juni.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: