Deutsche Tageszeitung - Jusos wenden sich gegen Überlegungen von Pistorius zu Wehrpflicht

Jusos wenden sich gegen Überlegungen von Pistorius zu Wehrpflicht


Jusos wenden sich gegen Überlegungen von Pistorius zu Wehrpflicht
Jusos wenden sich gegen Überlegungen von Pistorius zu Wehrpflicht / Foto: © AFP/Archiv

Kurz vor dem SPD-Parteitag am Wochenende in Berlin haben sich die Jusos gegen Überlegungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für eine teilweise Rückkehr zur Wehrpflicht gewandt. "Es ist mir ein Rätsel, warum jetzt die Wehrpflicht wieder auf den Tisch kommt", sagte Juso-Chef Philipp Türmer dem Portal t-online laut Mitteilung vom Donnerstag. Auf dem Parteitag wollen die Jusos zu dem Thema einen Initiativantrag vorlegen.

Textgröße ändern:

Ziel sei, dass der am Freitag beginnende Parteitag "die ablehnende Position der SPD" zur Wehrpflicht bekräftige, sagte Türmer. Über das Vorgehen von Pistorius äußerte er sich "irritiert. "Die Wehrpflicht greift zu stark in das Leben junger Menschen ein, mit einem dabei mehr als ungewissen Nutzen", argumentierte Türmer. Er sprach von einem Konzept aus "der Vergangenheit".

Pistorius hatte vor einigen Tagen angekündigt, er wolle in dem von der Regierung geplanten neuen Wehrdienstgesetz eine Option für eine teilweise Rückkehr zur Wehrpflicht verankern. Demnach könnte eine "Teilverpflichtung von Teiljahrgängen" in Kraft gesetzt werden, wenn die erwartete Zahl von Freiwilligen nicht ausreiche, um den Personalbedarf der Streitkräfte zu decken. Die Wehrpflicht ist in Deutschland seit 2011 ausgesetzt, aber nicht abgeschafft.

In dem Initiativantrag der Jusos heißt es laut t-online: "Forderungen nach einer Verpflichtung von jungen Menschen zum Wehrdienst oder die Wiedereinführung der Wehrpflicht lehnen wir ab." Der Antrag hat die Überschrift: "Freiwilligkeit statt Zwang". Letzterer sei "keine Antwort auf die strukturellen Probleme der Bundeswehr", heißt es in dem Dokument weiter.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

"Heat"-Regisseur Michael Mann verletzt sich versehentlich mit Schusswaffe

Hollywood-Regisseur Michael Mann ist berühmt für spektakuläre Schusswechsel in Thrillern wie "Heat" und "Collateral". Jetzt hat sich der 83-jährige Filmemacher selbst versehentlich mit einer Schusswaffe leicht verletzt. Wie Manns Agent am Sonntag mitteilte, löste sich an einem Schießstand in Los Angeles ein Schuss aus einer Waffe, die der Regisseur im Halfter trug. Mann habe eine "oberflächliche Verletzung" erlitten und sei medizinisch behandelt worden.

Ukraine-Krieg: Feuerpause in Stadt Oleschky zu Ende gegangen

Die sechstägige Feuerpause in der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist zu Ende gegangen. "Die vom 27. Oktober bis zum 1. November geltende Waffenruhe ist beendet", erklärte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez am Sonntagabend. Die Feuerpause sei ein "wichtiger Schritt in unseren gemeinsamen humanitären Bemühungen" gewesen. Er arbeite nun mit der russische Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa an weiteren humanitären Initiativen, erklärte Lubinez.

Offener Streit bei US-Demokraten in Michigan vor Kongresswahl

Kurz vor den wichtigen US-Kongresswahlen werden die oppositionellen Demokraten im wichtigen Bundesstaat Michigan von internen Kämpfen erschüttert. Die demokratische Abgeordnete Haley Stevens, die ihrem linksgerichteten Parteikollegen Abdul El-Sayed in einer Senats-Vorwahl unterlegen war, stellte sich am Sonntag hinter den Senatskandidaten der Republikaner von Präsident Donald Trump.

Kongresswahl: Trump scheitert mit Präventiv-Klage zu Namensvettern in Alaska

US-Präsident Donald Trump ist mit einem höchst ungewöhnlichen Versuch gescheitert, den Ausgang einer Senatswahl im Bundesstaat Alaska im Fall einer Niederlage der Republikaner zu blockieren. Bundesrichterin Sharon Gleason wies am Sonntag eine Klage ab, in der das Justizministerium eine Blockade der Zertifizierung des Wahlausgangs bei einem Sieg der oppositionellen Demokraten forderte.

Textgröße ändern: