Deutsche Tageszeitung - SPD will Einfluss von Tech-Konzernen begrenzen

SPD will Einfluss von Tech-Konzernen begrenzen


SPD will Einfluss von Tech-Konzernen begrenzen
SPD will Einfluss von Tech-Konzernen begrenzen / Foto: © AFP/Archiv

Die SPD will einen übermäßigen Einfluss von Tech-Konzernen und den dahinter stehenden Milliardären begrenzen. Der Bundesparteitag in Berlin beschloss am Samstag die Forderung nach einer "strikten Umsetzung EU-weiter Sanktionen gegen Tech-Konzerne, die wiederholt rechtswidrige Inhalte hosten oder verbreiten". Auch temporäre Zugangssperren müssten geprüft und wenn nötig verhängt werden.

Textgröße ändern:

"Große globale Tech-Konzerne haben eine große Machtfülle erlangt", heißt es in dem mit breiter Mehrheit angenommenen Antrag zur Begründung. "Sie werden immer häufiger ihrer Verantwortung nicht gerecht, was nicht zuletzt unsere Demokratie und die Rechte einzelner bedroht." Die EU müsse dem entschiedener entgegentreten.

Empfohlen wird auch eine Zusammenarbeit mit Organisationen, die sich für Faktenchecks von auf sozialen Medien verbreiteten Inhalten engagieren. Zur Finanzierung könnten Mittel aus einer Digitalsteuer eingesetzt werden, um eine Unabhängigkeit solcher Organisationen zu gewährleisten.

Die europäische Digitalaufsicht bei sehr großen Plattformen will die SPD stärken. Geprüft werden soll auch, ob eine EU-weite Digitalabgabe zur Finanzierung von Medienbildung oder zum "Aufbau beziehungsweise der Finanzierung alternativer Strukturen" eingesetzt werden könne. Generell soll die Medienbildung verstärkt werden.

Für politische Werbung auf solchen Plattformen soll en strikte Regeln und Transparenzpflichten gelten. Dazu soll es auch ein verpflichtendes Transparenzregister geben. Große Plattformen sollen zudem von ihnen verwendete Algorithmen offenlegen müssen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Trump: US-Armee bleibt bis Einhaltung des "echten Abkommens" nahe Iran stationiert

Nach der Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump einen Verbleib der US-Armee in der Nähe des Iran bekanntgegeben. "Alle US-Schiffe, Flugzeuge und Armeeangehörigen" würden "im und um den Iran herum stationiert bleiben, bis das erzielte echte Abkommen vollständig eingehalten wird", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Andernfalls werde "stärker geschossen werden, als es jemals jemand gesehen hat", fügte er hinzu.

Guterres: Israelische Angriffe im Libanon gefährden Waffenruhe im Iran-Krieg

Die massiven israelischen Angriffe im Libanon gefährden nach Auffassung von UN-Generalsekretär António Guterres die am Dienstag vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. "Die anhaltenden militärischen Aktivitäten im Libanon stellen eine ernsthafte Gefahr für die Waffenruhe und die Bemühungen um einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region dar", erklärte Guterres' Sprecher am Mittwoch (Ortszeit).

Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands

Der grüne Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour hat eine zentrale Rolle Deutschlands bei der Sicherung einer Friedenslösung im Iran-Krieg gefordert. "Jetzt gilt es, sich im europäischen Geleit eine eigenständige Rolle zu erarbeiten", sagte Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Die bisherige Kopf-im-Sand-Haltung der Bundesregierung war nicht im Interesse Deutschlands."

Trump wiederholt nach Treffen mit Rutte Kritik an Nato

Nach seinem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte hinter verschlossenen Türen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik an dem Verteidigungsbündnis wiederholt. "Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten und sie wird auch nicht da sein, falls wir sie wieder brauchen", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. "Erinnert euch an Grönland, dieses große, schlecht geführt Stück Eis", fügte er hinzu, ohne weitere Angaben zu machen.

Textgröße ändern: