Deutsche Tageszeitung - Verbotenes Insektizid laut Behörden auf BASF-Gelände bei Lyon entdeckt

Verbotenes Insektizid laut Behörden auf BASF-Gelände bei Lyon entdeckt


Verbotenes Insektizid laut Behörden auf BASF-Gelände bei Lyon entdeckt
Verbotenes Insektizid laut Behörden auf BASF-Gelände bei Lyon entdeckt / Foto: © AFP/Archiv

Bei einer Inspektion auf dem Gelände einer BASF-Chemiefabrik nahe der französischen Stadt Lyon ist nach Behördenangaben ein verbotenes Insektengift gefunden worden. Die Behörden würden sich demnächst zu möglichen administrativen Folgen äußern, teilte die Präfektur am Mittwoch in Lyon mit. Das französische Umweltministerium hatte eine Untersuchung des Geländes angeordnet. Im Juni waren Umweltaktivisten in die Anlage eingedrungen und hatten nach eigener Aussage dort das verbotene Insektizid Fastac und den Wirkstoff alpha-Cypermethrin gefunden.

Textgröße ändern:

Dabei habe es sich um mindestens eine Palette mit 250 Kilo Fastac und 50 Kilo des in Indien hergestellten Wirkstoffs gehandelt, berichtete die Zeitung "Le Monde". Der Einsatz dieses Mittels ist in Europa seit mehreren Jahren verboten. In Frankreich sind Produktion und Lagerung des Insektengiftes Fastac seit 2022 verboten. Der Import des Wirkstoffes ist legal, wenn er nicht für Pflanzenschutzmittel verwandt wird.

BASF hatte erklärt, "sich grundsätzlich an die europäischen und nationalen Vorschriften zu halten". Die Inspektion am 30. Juni bestätigte nun die Produktion und Lagerung des Insektengiftes Fastac. Dieses sei für den Export bestimmt gewesen, teilte die Präfektur mit.

Nach Angaben der Schweizer Organisation Public Eye hat Frankreich 2022 noch 7400 Tonnen verbotene Insektengifte exportiert, unter anderem nach Brasilien, in die Ukraine oder nach Indien.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Bundeskanzler Merz empfängt irakischen Ministerpräsidenten al-Saidi

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Dienstag den irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi in Berlin. Nach einer Begrüßung mit militärischen Ehren (15.00 Uhr) ist ein Gespräch geplant, bei dem es nach Angaben der Bundesregierung unter anderem um die bilateralen Beziehungen und insbesondere die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Irak gehen soll. Auch die regionalpolitische Lage soll Thema sein. Für 16.30 Uhr ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant.

Pistorius bricht zu mehrtägiger Reise in die USA auf - Treffen mit Hegseth geplant

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bricht am Dienstag zu einer mehrtägigen Reise in die USA auf. Zum Auftakt ist nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag ein Treffen mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant. Im weiteren Verlauf der Reise wird Pistorius den ersten von insgesamt 35 neuen Kampfjets vom Typ F-35 für die Bundeswehr in Empfang nehmen.

Bundesaußenminister Wadephul reist zu Gesprächen nach München und Genf

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Dienstag nach München und Genf. In der bayerischen Landeshauptstadt besucht Wadephul die Zentrale des Goethe-Instituts und trifft unter anderem mit dessen Präsidentin Gesche Joost zusammen. Anschließend ist ein Austausch mit Mitarbeitern auf der ganzen Welt per Videostream geplant. Auf Einladung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nimmt Wadephul in München außerdem an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts teil.

Soziologin Amlinger sieht soziale Ungleichheit als Faktor für den Aufstieg der AfD

Carolin Amlinger erklärt den Erfolg der AfD mit Statusängsten, Ungleichheit und einem veränderten Verständnis sozialer Konflikte. Die Basler Soziologin fordert langfristige Antworten neben Protesten und demokratischen Initiativen.

Textgröße ändern: