Deutsche Tageszeitung - BKK-Daten: Krankenstand verharrt 2024 auf Rekordniveau

BKK-Daten: Krankenstand verharrt 2024 auf Rekordniveau


BKK-Daten: Krankenstand verharrt 2024 auf Rekordniveau
BKK-Daten: Krankenstand verharrt 2024 auf Rekordniveau / Foto: © AFP/Archiv

Der Krankenstand ist nach Daten des BKK-Dachverbands im Jahr 2024 auf einem Rekordniveau geblieben. Mit 6,1 Prozent verharrte er auf dem Niveau des Vorjahres, wie der Kassenverband am Donnerstag in Berlin erklärte. Der Krankenstand gibt den durchschnittlichen Anteil der Arbeitstage an, an denen bei den Betriebskrankenkassen versicherte Beschäftigte im vergangenen Jahr arbeitsunfähig waren.

Textgröße ändern:

Mit durchschnittlich 22,3 Arbeitsunfähigkeitstagen je Beschäftigter blieben die krankheitsbedingten Ausfälle im Vergleich zum Vorjahr demnach nahezu unverändert. Jeder Beschäftigte war 2024 im Schnitt zweimal krank geschrieben.

Vor allem Atemwegserkrankungen beherrschten den Daten zufolge das Krankheitsgeschehen. Mehr als jeder dritte Krankheitsfall (35,9 Prozent) ging 2024 auf das Konto von Atemwegsinfekten, die allerdings mit durchschnittlich 6,3 Tagen je Fall relativ kurz ausfielen.

Psychische Erkrankungen sind hingegen der Krankmacher mit der längsten Dauer. Obwohl sie nur 5,2 Prozent aller Fälle ausmachten, führten sie im Durchschnitt zu mehr als fünf Wochen Ausfall. Muskel-Skelett-Erkrankungen waren für 12,4 Prozent aller Krankheitsfälle verantwortlich, verursachten aber zugleich mehr als jeden fünften Fehltag (20,3 Prozent).

Auch das Gefälle zwischen den Regionen wird den BKK-Daten zufolge größer. Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg weisen die niedrigsten Fehlzeiten auf. Mit durchschnittlich 18,7 Fehltagen erzielte Baden-Württemberg den Bestwert, während Mecklenburg-Vorpommern mit 29,1 Tagen das andere Ende der Skala markiert.

Auf Kreisebene ist die Spannweite noch deutlicher - Starnberg in Bayern etwa kam 2024 mit nur 14,6 Fehltagen aus, während der Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt mit 32,5 Tagen mehr als das Doppelte verzeichnete.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Demonstranten in Israel fordern Zusammenarbeit von Opposition mit arabischen Parteien

In Israel haben hunderte Menschen nach der Parlamentswahl eine Zusammenarbeit der Opposition mit arabischen Parteien gefordert, um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von der Macht zu verdrängen. In Tel Aviv gingen die Demonstranten am Samstagabend mit Plakaten mit Aufschriften wie "Araber und Juden werden nur zusammen gewinnen" und "Es gibt eine Mehrheit für den Wandel" auf die Straße.

Mehr als 500 Festnahmen am Rande von Protesten in Frankreich

Bei Ausschreitungen am Rande der landesweiten Proteste in Frankreich sind mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sprach am Samstagabend von 520 Festnahmen. Die Zahl dürfte demnach im Verlauf des Abends noch steigen.

US-Außenminister: Trump hat noch keine Entscheidung über neue Iran-Angriffe getroffen

US-Präsident Donald Trump hat nach Worten seines Außenministers Marco Rubio noch keine Entscheidung über mögliche neue Angriffe auf den Iran getroffen. "Wir können militärische Ziele erreichen, wenn wir das wollen", sagte Rubio am Samstag bei einer Pressekonferenz beim G20-Außenministertreffen in der US-Großstadt Atlanta. "Er (Trump) hat noch keine Entscheidung getroffen." Die USA würden das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Evakuierte aus umkämpfter ukrainischer Stadt Oleschky zurück bei ihren Angehörigen

Inmitten einer Feuerpause sind Einwohner der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky über Russland und Belarus evakuiert worden und zu ihren Angehörigen zurückgekehrt. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, überquerten die Menschen am Samstag die ukrainische Grenze in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Die Feuerpause läuft noch bis Sonntagabend.

Textgröße ändern: