Deutsche Tageszeitung - Ein Jahr nach Trump-Attentat: US-Senat wirf Secret Service "unverzeihliche" Fehler vor

Ein Jahr nach Trump-Attentat: US-Senat wirf Secret Service "unverzeihliche" Fehler vor


Ein Jahr nach Trump-Attentat: US-Senat wirf Secret Service "unverzeihliche" Fehler vor
Ein Jahr nach Trump-Attentat: US-Senat wirf Secret Service "unverzeihliche" Fehler vor / Foto: © AFP/Archiv

Ein Jahr nach dem gescheiterten Attentat auf den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hat ein Ausschuss des US-Senats dem Secret Service schwere Versäumnisse zur Last gelegt. "Was geschehen ist, war unverzeihlich", heißt es in einem am Sonntag veröffentlichten Untersuchungsbericht. Dem für den Schutz von Präsidenten und anderen hochrangigen Politikern zuständigen Secret Service wird darin "eine Kaskade vermeidbarer Fehler" vorgeworfen, die Trump fast das Leben gekostet hätten.

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Der Secret Service habe es versäumt, "auf glaubwürdige Informationen zu reagieren und sich mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden abzustimmen", sagte der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, Rand Paul. "Es war ein kompletter Zusammenbruch der Sicherheit auf allen Ebenen."

Paul beklagte eine "bürokratische Gleichgültigkeit, das Fehlen klarer Protokolle und die schockierende Weigerung, auf direkte Bedrohungen zu reagieren". Trotz dieser Versäumnisse sei niemand entlassen worden. "Wir müssen Einzelpersonen zur Verantwortung ziehen und sicherstellen, dass Reformen vollständig umgesetzt werden, damit so etwas nie wieder passiert", betonte Paul.

Auch Trump hatte den Sicherheitsdiensten kürzlich mit Blick auf das Attentat "Fehler" attestiert. Der Secret Service habe einen "schlechten Tag" gehabt, sagte er in einem Interview. Dennoch habe er "großes Vertrauen in diese Leute".

Bei dem Attentatsversuch im Ort Butler in Pennsylvania war Trump im Juli des vergangenen Jahres bei einer Wahlkampfveranstaltung am rechten Ohr verletzt worden. Um die Welt gingen danach Aufnahmen, wie er die Faust in die Höhe reckt und "Kämpft, kämpft, kämpft" ruft.

Der Secret Service geriet in die Kritik, weil der 20-jährige Täter Thomas Matthew Crooks unbehelligt auf dem Dach eines benachbarten Gebäudes Stellung beziehen konnte. Nach den Schüssen auf Trump wurde Crooks von einem Scharfschützen des Secret Service getötet. Über das Motiv des Studenten ist so gut wie nichts bekannt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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