Deutsche Tageszeitung - Zweieinhalb Jahre Haft für Betrug bei Abrechnung von Coronatests in Karlsruhe

Zweieinhalb Jahre Haft für Betrug bei Abrechnung von Coronatests in Karlsruhe


Zweieinhalb Jahre Haft für Betrug bei Abrechnung von Coronatests in Karlsruhe
Zweieinhalb Jahre Haft für Betrug bei Abrechnung von Coronatests in Karlsruhe / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Karlsruhe hat in einem Verfahren um Millionenbetrug mit Coronatests einen weiteren Angeklagten zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Zudem soll der Mann rund 1,1 Millionen Euro an Taterträgen zurückzahlen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch in der baden-württembergischen Stadt mitteilte. Demnach wurde der Angeklagte wegen Computerbetrugs in drei Fällen schuldig gesprochen.

Textgröße ändern:

Da sich das Verfahren lange hinzog, gilt ein Monat der Strafe bereits als verbüßt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann zusammen mit weiteren Tätern falsche Angaben gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung gemacht hatte. Die Gruppe rechnete Tests ab, die es nie gegeben hatte.

So nahmen sie in den Jahren 2021 und 2022 sehr viel Geld ein. Angeklagt waren in dem Komplex ursprünglich sechs Männer. Zwei von ihnen wurden schon im vergangenen Jahr verurteilt. Vor rund zwei Wochen folgten die Verurteilungen von drei weiteren Männern. Einer von ihnen muss knapp zwei Millionen Euro zurückzahlen, ein anderer etwa eine Million und der dritte 360.000 Euro.

Zwei von ihnen wurden außerdem wegen Waffendelikten verurteilt. Das Gericht verhängte Haftstrafen zwischen zweieinhalb Jahren und drei Jahren und zehn Monaten. Da das Verfahren sich hinzog, gilt bei ihnen ebenfalls jeweils ein Monat der Strafen bereits als abgesessen. Das Verfahren gegen den sechsten Angeklagten wurde abgetrennt und nun mit dem Urteil abgeschlossen.

Mit dem Urteil blieb die Kammer am Dienstag unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf drei Jahre Haft plädiert hatte. Die Verteidigung forderte hingegen eine Bewährungsstrafe.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier gratuliert Trump zum 80. Geburtstag

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag zu seinem 80. Geburtstag gratuliert und dabei an die Einwanderung seiner deutschen Vorfahren in die USA erinnert. Der runde Geburtstag biete die Gelegenheit, "einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und dabei auch jener besonderen historischen Wurzeln zu gedenken, die Ihre Familie mit Deutschland verbinden", erklärte er laut einer Mitteilung des Bundespräsidialamts.

Volksabstimmung in der Schweiz über Begrenzung der Bevölkerungszahl

Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen am Sonntag darüber ab, ob die Einwohnerzahl ihres Landes auf zehn Millionen begrenzt werden soll. Der entsprechende Vorschlag der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP), der sich gegen angeblich zu viele Ausländer in der Alpenrepublik richtet, spaltet das Land. In Umfragen liegen die Gegner knapp vorn. Die Befürworter der Initiative argumentieren, die Schweiz mit ihren 9,1 Millionen Einwohnern breche unter der Last einer angeblichen "Massenimmigration" zusammen.

Iran-Krieg: Widersprüchliche Aussagen zu Termin für Unterzeichnung von Abkommen

Washington und Teheran haben am Samstag widersprüchliche Aussagen über den Termin eines offenbar näherrückenden Abkommens zur Beendigung des Iran-Krieges gemacht. "Das Abkommen soll morgen unterzeichnet werden, und unmittelbar nach der Unterzeichnung ist die Straße von Hormus für alle geöffnet", erklärte US-Präsident Donald Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums jedoch eine Unterzeichnung am Sonntag ausgeschlossen.

Trump: Friedensvereinbarung mit dem Iran soll am Sonntag unterzeichnet werden

Ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges soll US-Präsident Donald Trump zufolge bereits am Sonntag unterzeichnet werden. "Das Abkommen soll morgen unterzeichnet werden, und unmittelbar nach der Unterzeichnung ist die Straße von Hormus für alle geöffnet", erklärte Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärt, das Abkommen werde am Sonntag nicht unterzeichnet.

Textgröße ändern: