Deutsche Tageszeitung - Erneut Unruhen vor Unterkunft für Asylbewerber im britischen Epping

Erneut Unruhen vor Unterkunft für Asylbewerber im britischen Epping


Erneut Unruhen vor Unterkunft für Asylbewerber im britischen Epping
Erneut Unruhen vor Unterkunft für Asylbewerber im britischen Epping / Foto: © AFP

Im britischen Epping etwa 30 Kilometer nordöstlich von London ist es vor einer Unterkunft für Asylbewerber erneut zu Unruhen gekommen. Fünf Menschen seien weegen "gewalttätiger Störung" festgenommen worden, erklärte die britische Polizei am Sonntag. Ein Polizist sei verletzt und ein Polizeifahrzeug beschädigt worden. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge wurden Polizisten, die den Eingang zu der Unterbringung blockierten, mit Flaschen und Rauchfackeln beworfen.

Textgröße ändern:

Hunderte Menschen nahmen nach Angaben der PA an der einwandererfeindlichen Demonstration teil. Die Demonstranten riefen "Rettet unsere Kinder" und "Schickt sie nach Hause". Auf Pappschildern war zu lesen: "Schiebt kriminelle Ausländer ab" und "Verteidigt unsere Mädchen". Zuvor hatte die Nachricht über die Festnahme eines 38-jährigen Asylbewerbers wegen der mutmaßlichen sexuellen Belästigung eines 14-jährigen Mädchens für Empörung gesorgt. Bei seinem Gerichtstermin am Donnerstag wies der Mann die Vorwürfe zurück.

Daraufhin war es am Donnerstag in Epping zu einwandererfeindlichen Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden dabei acht Polizisten verletzt und drei Fahrzeuge beschädigt.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Iran-Drohungen: US-Demokraten nennen Trump "wahnsinnig" und fordern Absetzung

Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer Auslöschung des Iran haben ihn Politiker der Demokraten als "Wahnsinnigen" bezeichnet und seine Absetzung gefordert. "Der Präsident hat den Verstand verloren", schrieb der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, am Dienstag im Onlinedienst X. Walz hatte bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 an der Seite der demokratischen Kandidatin Kamala Harris für das Amt des Vizepräsidenten kandidiert.

Orban erhält vor Parlamentswahl in Ungarn Schützenhilfe von Vance und Trump

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn hat US-Vizepräsident JD Vance mit einem Besuch in Budapest Unterstützung für den ungarischen Regierungschef Viktor Orban demonstriert und dabei zugleich der Europäischen Union "Wahl-Einmischung" vorgeworfen. Den rechtsnationalistischen Regierungschef Orban bezeichnete Vance am Dienstag hingegen als ein "Modell" für Europa. Während einer Wahlkampfveranstaltung schaltete Vance später auch US-Präsident Donald Trump telefonisch zu, der Orban "gute Arbeit" bescheinigte.

Vor Ablauf von Ultimatum: Trump warnt vor Tod "einer gesamten Zivilisation" im Iran

Mit einer drastischen Drohung hat US-Präsident Donald Trump kurz vor Ablauf seines Ultimatums für die Öffnung der Straße von Hormus den Druck auf Teheran weiter erhöht. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden", warnte Trump am Dienstag. Teheran meldete bereits vor Ablauf des Ultimatums Angriffe der USA und Israels auf seine Infrastruktur. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte Angriffe auf Bahnstrecken und Brücken im Iran.

UN-Resolution über Freigabe von Hormus-Passage scheitert an Veto Russlands und Chinas

Im UN-Sicherheitsrat ist eine Resolution über die Freigabe der vom Iran blockierten Straße von Hormus am Widerstand von Russland und China gescheitert. Beide Staaten legten bei der Abstimmung am Dienstag im mächtigsten UN-Gremium gegen den bereits abgeschwächten Text ihr Veto ein. Der von Bahrain vorgelegte und von den USA unterstützte Resolutionsentwurf erhielt elf Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Textgröße ändern: