Deutsche Tageszeitung - Zahnärztekammer Bayern: Elektronische Patientenakte derzeit nutzlos

Zahnärztekammer Bayern: Elektronische Patientenakte derzeit nutzlos


Zahnärztekammer Bayern: Elektronische Patientenakte derzeit nutzlos

Vor dem Hintergrund der niedrigen Zahlen zur Nutzung der elektronischen Patientenakte hat die Bayerische Landeszahnärztekammer das Angebot als "nutzlos" bezeichnet. Dass bislang nur sehr wenige gesetzlich Krankenversicherte die digitale Akte nutzten, sei "kein Wunder", erklärte der Präsident der Zahnärztekammer, Frank Wohl, am Dienstag. Bisher gebe es weder einheitliche Kategorien zur Befüllung der Akte, etwa "Befund", "Bericht" oder "Arztbrief", noch eine Volltextsuche.

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Derzeit gleiche die digitale Patientenakte einem "elektronischen Schuhkarton voller Zettel", kritisierte Wohl. Ärztinnen und Ärzte könnten sich außerdem nicht auf Vollständigkeit der Daten verlassen. Das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko der Akte sei angesichts von Datenschutzlücken derzeit "denkbar ungünstig".

Die digitale Patientenakte war nach einer mehrmonatigen Testphase im April bundesweit eingeführt worden. In der Akte ist die gesamte Krankengeschichte eines Patienten oder einer Patientin elektronisch gespeichert - von Behandlungen und Operationen über Vorsorgeuntersuchungen, Röntgenbilder bis zu verschriebenen Medikamenten.

Zwar widersprachen nur wenige gesetzlich Krankenversicherte der Einrichtung ihrer elektronischen Krankenakte. Bislang nutzt dieses Angebot jedoch nur ein Bruchteil der Versicherten.

(O.Tatarinov--DTZ)

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