Deutsche Tageszeitung - "Keine Rücksicht auf Verluste mehr": US-Satiriker Colbert sagt Trump den Kampf an

"Keine Rücksicht auf Verluste mehr": US-Satiriker Colbert sagt Trump den Kampf an


"Keine Rücksicht auf Verluste mehr": US-Satiriker Colbert sagt Trump den Kampf an
"Keine Rücksicht auf Verluste mehr": US-Satiriker Colbert sagt Trump den Kampf an / Foto: © AFP

Nach dem angekündigten Aus für seine "Late Show" hat der US-Satiriker Stephen Colbert eine Kampfansage in Richtung US-Präsident Donald Trump geschickt. "Keine Rücksicht auf Verluste mehr", sagte Colbert am Montag in seiner ersten Sendung nach der Entscheidung des Senders CBS, die Show im kommenden Jahr einzustellen. Direkt an Trump gerichtet schob er die Beleidigung "go fuck yourself" hinterher.

Textgröße ändern:

Colbert gilt als einer der schärfsten Kritiker des Präsidenten im US-Fernsehen. Seine "Late Show" soll im Mai 2026 eingestellt werden. Trump hatte sich am Freitag begeistert über den Rauswurf Colberts durch CBS geäußert. Der Sender hatte diesen als "eine rein finanzielle Entscheidung" begründet.

Die Opposition vermutet ein politisches Motiv hinter der Entscheidung. Colbert hatte der CBS-Mutter Paramount kürzlich eine "fette Bestechung" vorgeworfen, nachdem der Konzern in einem Rechtsstreit mit Trump in die Zahlung von 16 Millionen Dollar (13,7 Millionen Euro) an den Präsidenten eingewilligt hatte.

Die "Late Show" ist eine feste Größe im US-Fernsehen, im ersten Quartal war sie mit fast 2,4 Millionen Zuschauern die beliebteste Late-Night-Show in den USA. Von 1993 bis 2015 wurde sie von Fernsehlegende David Letterman moderiert. Seit zehn Jahren ist Colbert Gastgeber der "Late Show".

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

"Tut so, als stünde ich auf dem Stimmzettel": Trump wirbt bei Parteitag um Wähler

US-Präsident Donald Trump hat bei dem Parteitag seiner regierenden Republikaner mit kämpferischen Worten um seine Wählerbasis geworben - und sich dabei ins Zentrum der bevorstehenden Kongresswahl gerückt. "Ich bitte euch, so zu tun, als stünde ich auf dem Stimmzettel", sagte Trump am Mittwoch bei seiner Rede in Dallas im Bundesstaat Texas. "Eure Stimme wird darüber entscheiden, ob unser Land zum Auftakt der nächsten 250 Jahre ins Straucheln gerät oder vorwärts stürmt und niemals zurückblickt."

Bundesweiter Test von Alarmsystemen an sogenanntem Warntag

In Deutschland werden am Donnerstag (11.00 Uhr) die Warnsysteme für den Katastrophenfall getestet. Bund, Länder und Kommunen lösen am bundesweiten Warntag über diverse Kanäle einen Probealarm aus - darunter über offizielle Warnapps wie Nina und Katwarn sowie das Cell-Broadcast-System für Mobiltelefone. Auch Medien und Anzeigetafeln verbreiten Warnmeldungen.

Bundestag setzt Haushaltsberatungen fort

Der Bundestag setzt am Donnerstag seine Beratungen über den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr fort. Den Auftakt macht der Etat des Bundesinnenministeriums (09.00 Uhr). Es folgen die Budgets der Ressorts Justiz, Landwirtschaft, Bildung, Wohnen und Gesundheit. Nach dem Abschluss der Beratung der Einzeletats am Freitag geht der Entwurf in die weiteren parlamentarischen Beratungen.

Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate zu Staatsbesuch in Deutschland

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, beginnt am Donnerstag seinen Staatsbesuch in Deutschland. Er wird am Vormittag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen und trifft später unter anderem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Am Abend ist ein Staatsbankett vorgesehen, am Freitag reist al-Nahjan weiter nach München.

Textgröße ändern: