Deutsche Tageszeitung - Mann steuerte Auto auf Bushaltestelle in Israel: Acht Soldaten verletzt

Mann steuerte Auto auf Bushaltestelle in Israel: Acht Soldaten verletzt


Mann steuerte Auto auf Bushaltestelle in Israel: Acht Soldaten verletzt
Mann steuerte Auto auf Bushaltestelle in Israel: Acht Soldaten verletzt / Foto: © AFP

Bei einem Angriff mit einem Auto auf eine Gruppe von Menschen an einer Bushaltestelle in Israel sind acht israelische Soldaten verletzt worden. Die israelische Polizei sprach von einem Terroranschlag. "Ein Terrorist hat mit seinem Fahrzeug Menschen umgerissen, die auf den Bus warteten", sagte Polizeisprecher Dedan Elsdunne am Donnerstag.

Textgröße ändern:

Der Angreifer habe sein Auto stehen lassen und sei zu Fuß entkommen. Die Polizei suche ihn mit Hubschraubern und Spürhunden.

"Er hat sein Steuer nach rechts gedreht und ist mit Vollgas losgefahren, um so viele Menschen zu treffen wie möglich", sagte Kineret Hanuka, eine 45 Jahre alte Augenzeugin. Der Vorfall ereignete sich an einer Bushaltestelle nahe der Stadt Kfar Jona etwa 25 Kilometer nördlich von Tel Aviv.

Die Soldaten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die israelische Armee mit. Zwei von ihnen seien mittelschwer verletzt, sechs weitere hätten leichtere Verletzungen erlitten.

Seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges nach dem Überfall der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 kommt es immer wieder zu Gewaltakten gegen Zivilisten und Soldaten in Israel und im Westjordanland. Im März wurde ein Jugendlicher bei einem ähnlichen Anschlag eines palästinesischen Autofahrers im Norden Israels getötet.

Mindestens 32 Menschen, unter ihnen auch Soldaten, wurden seit Oktober 2023 nach einer AFP-Zählung auf Grundlage israelischer Zahlen durch Angriffe von Palästinensern in Israel getötet.

In dem von Israel besetzten Westjordanland wurden nach einer AFP-Zählung auf der Grundlage palästinensischer Zahlen mindestens 960 Palästinenser getötet, unter ihnen auch auch Kämpfer. In dem Gebiet wurden zudem mindestens 36 Israelis, unter ihnen Soldaten, bei palästinensischen Angriffen oder während israelischer Militäreinsätze getötet.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

NRW-Ministerpräsident Wüst fordert Bund-Länder-AG zur Prüfung der AfD

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) fordert eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD. Beim Thema AfD-Verbot warne er vor "Schnellschüssen", erklärte Wüst am Dienstag auf der Onlineplattform X. "Das Verbot einer Partei kann nur der letzte Weg sein, um unsere Verfassung zu schützen." Daher sollte "eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD und etwaigen Rechtsfolgen" eingesetzt werden.

Jugendlicher in Berlin homophob beleidigt und verletzt

In Berlin ist ein Jugendlicher homophob beleidigt und verletzt worden. Der 17-Jährige sei am Montagabend im Stadtteil Pankow unterwegs gewesen, als er unvermittelt von einem Unbekannten von hinten angegriffen und zu Boden geschlagen worden sei, teilte die Polizei am Dienstag in der Bundeshauptstadt mit. Dabei sei der 17-Jährige homophob beleidigt worden.

Neue Angriffe auf Kiew nach Ende von Feuerpause - Selenskyj hofft auf baldige Verhandlungen

Russland hat seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew nach einer dreitägigen Feuerpause wieder aufgenommen. Bei den Attacken seien mindestens zwei Menschen getötet worden, teilte Kiews Militärverwaltung am Dienstagmorgen mit. Die Angriffe erfolgten einen Tag nach Abreise der US-Sondergesandten aus Kiew. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj äußerte die Hoffnung auf ein baldiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump und die Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit den USA und Russland im September.

Netanjahu wegen Berichts über Warnung vor Angriff vom 7. Oktober 2023 unter Druck

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu steht wegen eines Berichts unter Druck, wonach er vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 von den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt wurde. Die israelische Zeitung "Haaretz" druckte Auszüge aus einem noch nicht veröffentlichten Buch ihrer Reporter, wonach der Staatschef der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed Al-Nahjan, den israelischen Ministerpräsidenten anderthalb Wochen vor dem folgenschweren Hamas-Angriff warnte, dass die radikalislamische Palästinenserorganisation einen größeren Einsatz plane.

Textgröße ändern: