Deutsche Tageszeitung - Sechs Menschen und drei Angreifer bei Anschlag im Südosten des Iran getötet

Sechs Menschen und drei Angreifer bei Anschlag im Südosten des Iran getötet


Sechs Menschen und drei Angreifer bei Anschlag im Südosten des Iran getötet
Sechs Menschen und drei Angreifer bei Anschlag im Südosten des Iran getötet / Foto: © MIZAN NEWS AGENCY/AFP

Bei einem Anschlag im Südosten des Iran haben Angreifer nach Justizangaben mindestens sechs Menschen getötet. Bei dem "Terroranschlag" auf ein Justizgebäude in der Stadt Sahedan in der Provinz Sistan-Belutschistan seien zudem mindestens 22 Menschen verletzt worden, berichtete die Justiz-Website Misan Online. Die meisten Verletzten seien Zivilisten, zitierte Misan Online den Obersten Richter der Provinz, Ali Mowahedi-Rad.

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Unter den Opfern waren demnach auch drei Sicherheitskräfte. In einer ersten Opferbilanz war die Rede von fünf Zivilisten und 13 Verletzten gewesen.

Auch drei der Angreifer wurden getötet, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die iranischen Revolutionsgarden berichtete. Dem Richter Mowahedi-Rad zufolge trugen die drei Angreifer Sprengstoffwesten und wurden bei dem Versuch getötet, in das Gebäude einzudringen.

Der stellvertretende Polizeichef der Provinz, Aliresa Daliri, sagte, die Angreifer hätten sich als Besucher ausgegeben, um in das Justizgebäude zu gelangen. Dann hätten sie eine Granate in das Gebäude geworfen und damit mehrere Menschen getötet, unter ihnen ein einjähriges Baby und seine Mutter.

Iranischen Medienberichten zufolge übernahm die Dschihadistengruppe Dschaisch al-Adl (Armee der Gerechtigkeit) die Verantwortung für den Angriff. Ihr gehören vor allem Angehörige der sunnitischen Minderheit der Belutschen an, die sowohl in Pakistan und Afghanistan als auch im Südosten des Iran beheimatet ist. Die Gruppe hat sich schon zu mehreren Angriffen im Iran bekannt.

In der an Pakistan und Afghanistan grenzenden Unruhe-Provinz Sistan-Balutschistan gibt es immer wieder Gefechte zwischen iranischen Sicherheitskräften auf der einen und Aufständischen der belutschischen Minderheit, sunnitischen Extremisten und Drogenschmugglern auf der anderen Seite. Bei einem der schwersten Anschläge waren im vergangenen Oktober zehn Polizisten getötet worden.

(V.Sørensen--DTZ)

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