Deutsche Tageszeitung - US-Vertreter: Selenskyj könnte an Trump-Putin-Gipfel in Alaska teilnehmen

US-Vertreter: Selenskyj könnte an Trump-Putin-Gipfel in Alaska teilnehmen


US-Vertreter: Selenskyj könnte an Trump-Putin-Gipfel in Alaska teilnehmen
US-Vertreter: Selenskyj könnte an Trump-Putin-Gipfel in Alaska teilnehmen / Foto: © UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj könnte nach Angaben eines US-Vertreters womöglich an dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin am Freitag teilnehmen. "Ja, ich denke, dass das sicherlich möglich ist", sagte der US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker, am Sonntag im US-Nachrichtensender CNN auf eine entsprechende Frage. Die Entscheidung über eine Teilnahme an dem Treffen im US-Bundesstaat Alaska müsse letztlich von Trump gefällt werden.

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"Wenn er denkt, es ist das beste Szenario, Selenskyj einzuladen, dann wird er es tun", sagte Whitaker über Trump. Bislang sei dazu aber noch "keine Entscheidung" getroffen worden. Whitaker fügte hinzu: "Es kann sicherlich keinen Deal geben, mit dem nicht jeder Beteiligte einverstanden ist."

Trump und Putin treffen sich am Freitag in Alaska, um über den Ukraine-Krieg zu beraten. Befürchtet wird, dass die beiden Präsidenten für die Ukraine nachteilige Vereinbarungen treffen könnten. So hat Trump einen möglichen "Gebietstausch" zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. Selenskyj hat ausgeschlossen, Gebiete an Russland abzutreten.

Die EU und die EU-Staaten fordern, dass sowohl sie selbst als auch die Ukraine an Gesprächen über eine mögliche Friedenslösung beteiligt werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte dazu am Sonntag in der ARD: "Wir können jedenfalls nicht akzeptieren, dass über die Köpfe der Europäer und die Köpfe der Ukrainer hinweg über Territorialfragen zwischen Russland und Amerika gesprochen oder gar entschieden wird." Merz forderte auch, dass Selenskyj an dem Gipfel in Alaska "beteiligt" wird.

Die EU-Außenminister werden am Montag bei einem Online-Sondertreffen über das Thema beraten. "Jedes Abkommen zwischen den USA und Russland muss die Ukraine und die EU einbeziehen, denn es geht um die Sicherheit der Ukraine und ganz Europas", erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Sonntag.

Putin selbst sagte kürzlich, er habe "grundsätzlich nichts" gegen ein Treffen mit Selenskyj. Die "Voraussetzungen" dafür seien derzeit aber noch nicht erfüllt.

(I.Beryonev--DTZ)

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