Deutsche Tageszeitung - Wadephul ruft Israel und Hamas zu baldigem Waffenstillstand auf

Wadephul ruft Israel und Hamas zu baldigem Waffenstillstand auf


Wadephul ruft Israel und Hamas zu baldigem Waffenstillstand auf
Wadephul ruft Israel und Hamas zu baldigem Waffenstillstand auf / Foto: © AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Israel und die radikalislamische Hamas zu einer baldigen Einigung auf einen Waffenstillstand und die Freilassung der israelischen Geiseln aufgerufen. Es gebe "die Chance zur Konfliktlösung jetzt ganz akut", betonte Wadephul am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem indonesischen Kollegen Sugiono in Jakarta.

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Deutschland unterstütze "den Kampf Israels gegen die Terrororganisation Hamas", sagte Wadephul auf Englisch. Jedoch sei das Leiden der Bevölkerung im Gazastreifen "unerträglich". Die Bundesregierung fordere die israelische Regierung daher auf, "die weiteren Maßnahmen so zu gestalten, dass das Leiden gemindert wird", sagte Wadephul. Es sei "in unser aller Interesse, wenn dieser schreckliche Konflikt in einem friedlichen Prozess beigelegt werden könnte". Das Ziel müsse eine Zweistaatenlösung sein.

Am Montag hatte die Hamas dem jüngsten Vermittler-Vorschlag für einen Waffenstillstand nach eigenen Angaben zugestimmt. Der Vorschlag sieht die Freilassung einiger - aber nicht aller - Geiseln in zwei Stufen während einer 60-tägigen Waffenruhe vor. Israel fordert nach Angaben aus Regierungskreisen jedoch die Freilassung aller Geiseln aus der Gewalt der Hamas.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem beispiellosen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei dem Angriff wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Fast zwei Jahre danach hält die Hamas in dem Palästinensergebiet noch immer 49 Geiseln in ihrer Gewalt. Nur 22 von ihnen sind nach Einschätzung der israelischen Armee noch am Leben.

Israel geht seit dem Hamas-Großangriff massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 62.000 Menschen getötet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen, werden von Vertretern der UNO aber als realistisch eingestuft.

(L.Svenson--DTZ)

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