Deutsche Tageszeitung - Haftbefehl gegen Syrer in Deutschland wegen Plänen für Anschlag in Syrien erlassen

Haftbefehl gegen Syrer in Deutschland wegen Plänen für Anschlag in Syrien erlassen


Haftbefehl gegen Syrer in Deutschland wegen Plänen für Anschlag in Syrien erlassen
Haftbefehl gegen Syrer in Deutschland wegen Plänen für Anschlag in Syrien erlassen / Foto: © AFP/Archiv

Er soll geplant haben, von Deutschland aus nach Syrien zu reisen und dort einen Selbstmordanschlag zu begehen - nun ist der syrische Staatsangehörige Mamdouh A. in Untersuchungshaft gekommen. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ließ ihn vor den Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) vorführen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl.

Textgröße ändern:

A. soll im Juli über einen Messengerdienst Kontakt zu einem mutmaßlichen Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aufgenommen haben. Diesem gegenüber habe er den Treueeid auf den IS geleistet, erklärte die Bundesanwaltschaft. Er habe geplant, nach Syrien zu reisen und dort ein Attentat für die Miliz zu begehen.

Anfang August kam A. den Angaben nach zunächst in Köln in polizeilichen Langzeitgewahrsam. Bei drohender Gefahr kann ein Richter in Nordrhein-Westfalen einen solchen Gewahrsam anordnen. Am Dienstag wurde A. dann dem Ermittlungsrichter beim BGH vorgeführt. Der konkrete Vorwurf gegen ihn lautet, dass er versucht haben soll, Mitglied einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu werden.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

EVP-Chef Weber stellt Vetorecht in der EU infrage

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat das Einstimmigkeitsprinzip in der EU infrage gestellt. "In diesen geopolitisch turbulenten Zeiten brauchen wir zwingend ein handlungsfähiges Europa", sagte der Partei- und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). "Ein Europa, in dem die Langsamsten das Tempo bestimmen oder einzelne Staaten mit ihrem Veto alles blockieren können, wird zum Spielball von Trump, Putin und Xi Jinping."

Drei Vermisste und vier Verletzte nach Einschlag von iranischer Rakete in Haifa

Nach einem iranischen Raketeneinschlag in ein Wohnhaus in Israel werden mindestens drei Menschen vermisst. Das siebenstöckige Gebäude in der Stadt Haifa sei teilweise eingestürzt, Feuerwehrleute suchten in den Trümmern nach drei Vermissten, teilte die Feuerwehr am Sonntagabend mit. Zuvor waren vier Verletzte geborgen worden.

Elf Tote bei israelischen Angriffen auf mehrere Regionen des Libanon

Bei erneuten israelischen Angriffen auf die Region der libanesischen Hauptstadt Beirut und den Südlibanon sind libanesischen Angaben zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Ein Luftangriff habe das südliche Beiruter Viertel Dschnah getroffen, dabei seien vier Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden, meldete das Gesundheitsministerium am Sonntag. Zuvor waren bei Angriffen im Süden des Landes nach Angaben des Zivilschutzes bereits sieben Menschen getötet worden. Der israelische Armeechef Ejal Samir besuchte derweil Truppen im Südlibanon.

Trump verlängert Ultimatum für den Iran mutmaßlich bis Dienstag

US-Präsident Donald Trump hat sein dem Iran gesetztes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus mutmaßlich um einen Tag verlängert. In seinem Onlinedienst Truth Social veröffentlichte Trump am Sonntag den schlichten Hinweis "Dienstag, 20.00 Uhr" (Ortszeit, Mittwoch 2.00 Uhr MESZ). Zuvor hatte Trump Teheran Montag als Frist genannt, bis zu der eine Einigung erzielt werden müsse. Andernfalls drohe eine massive Zerstörungswelle von Kraftwerken und Brücken im Iran.

Textgröße ändern: