Deutsche Tageszeitung - Gebäude von EU-Vertretung in Kiew bei russischem Angriff beschädigt

Gebäude von EU-Vertretung in Kiew bei russischem Angriff beschädigt


Gebäude von EU-Vertretung in Kiew bei russischem Angriff beschädigt
Gebäude von EU-Vertretung in Kiew bei russischem Angriff beschädigt / Foto: © AFP

Bei dem massiven nächtlichen russischen Luftangriff auf die Ukraine ist auch das Gebäude der EU-Vertretung in Kiew beschädigt worden. "Meine Gedanken sind bei den ukrainischen Opfern und auch bei den Mitarbeitern der EU-Vertretung, deren Gebäude bei diesem vorsätzlichen russischen Angriff beschädigt wurde", schrieb EU-Ratspräsident António Costa am Donnerstag im Onlinedienst X. Er fügte seinem Post ein Bild von dem beschädigten Gebäude bei.

Textgröße ändern:

Die Botschafterin der EU in der Ukraine, Katarina Mathernova, teilte auf X ebenfalls Bilder der beschädigten Büros. Darauf sind unter anderem geborstene Fensterscheiben sowie eingestürzte Deckenpaneele und verbogene Metallstreben zu sehen. "Die Delegation der EU wurde durch die Schockwelle schwer beschädigt", schrieb Mathernova. "Dies ist Moskaus wahre Antwort auf Friedensbemühungen", fügte sie hinzu. Der Botschafterin zufolge wurden bei dem jüngsten Angriff auf Kiew mindestens zehn Menschen getötet und 30 verletzt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor von mindestens acht Toten und dutzenden Verletzten bei dem nächtlichen russischen Angriff auf Kiew gesprochen. Dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko wurden in fünf Bezirken der Hauptstadt Schäden verursacht.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisierte anlässlich des Angriffs Russlands "bewusste Entscheidung, die Friedensbemühungen zu eskalieren und zu verspotten". Russland müsse "das Töten einstellen und verhandeln", forderte sie auf X.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Selenskyj bietet Deutschland nach Anschlagsversuch in Leipzig Hilfe an

Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Deutschland Unterstützung angeboten. Die Ukraine sei bereit, mit "Fachwissen, Erfahrung oder in anderen Bereichen" zu helfen, in denen Deutschland Unterstützung benötige, erklärte Selenskyj am Mittwoch nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Nach Angriff auf Hochzeitsfeier: Teheran wirft den USA "Kriegsverbrechen" vor

Nach einem Angriff auf eine Hochzeitsfeier mit mindestens vier Toten in der Provinz Sirik im Süden des Iran hat Teheran den USA "Kriegsverbrechen" vorgeworfen. "Die Wahrheit über diesen völkerrechtswidrigen Krieg und das wahre Gesicht des Kriegsverbrechens zeigen sich in Sirik, wo eine Hochzeitsfeier brutal bombardiert wurde", erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Mittwoch im Onlinedienst X. Die US-Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall und betonte lediglich, niemals auf Zivilisten zu zielen.

"Sprache der Eskalation": Bundesregierung weist Kritik aus Moskau zurück

Die Bundesregierung hat die Kritik Russlands an den neu verhängten deutschen Sanktionen zurückgewiesen. Zu den Äußerungen aus Moskau sagte Vizeregierungssprecher Steffen Meyer am Mittwoch in Berlin: "Das ist sicherlich eine Sprache der Eskalation, die dort gewählt wird. Unsere Sprache ist es nicht." Die Bundesregierung erwarte, "dass Moskau mit Maßnahmen antworten wird", fügte er hinzu. "Wir sind darauf vorbereitet."

Nach Anschlagsversuch in Leipzig: EU stützt Deutschlands Vorgehen gegen Russland

Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat Deutschland breite Unterstützung aus der EU erhalten. Der Anschlagsversuch weise "alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus" auf, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bei einem Treffen der EU-Außenminister am Mittwoch in Irland. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warf Russland eine "neue Eskalationsstufe" vor. Bei dem Außenministertreffen wurde zudem über die nächsten Sanktionen gegen Russland beraten.

Textgröße ändern: