Deutsche Tageszeitung - Krieg im Gazastreifen: Trump richtet "letzte Warnung" an Hamas

Krieg im Gazastreifen: Trump richtet "letzte Warnung" an Hamas


Krieg im Gazastreifen: Trump richtet "letzte Warnung" an Hamas
Krieg im Gazastreifen: Trump richtet "letzte Warnung" an Hamas / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas zu einer Einigung auf ein Abkommen zur Freilassung der von ihr seit fast zwei Jahren im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln aufgefordert. "Dies ist meine letzte Warnung", erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Hamas betonte daraufhin ihre Bereitschaft zu sofortigen Verhandlungen über eine Waffenruhe. Trump sagte, er rechne "bald" mit einer Einigung.

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Israel habe seinen Bedingungen für ein Abkommen bereits zugestimmt, nun sei es an der Hamas ebenfalls zuzustimmen, erklärte Trump. Er habe die Hamas bereits vor den drohenden Konsequenzen gewarnt, falls sie seine Forderungen nicht akzeptiere.

Die Palästinenserorganisation erklärte, nachdem ihr "einige Ideen der amerikanischen Seite" vorgelegt worden seien, sei sie bereit, "sich sofort an den Verhandlungstisch zu setzen". Sie begrüße "jede Initiative, die Bemühungen um ein Ende der Aggression gegen unser Volk unterstützt". Sie sei bereit, "über die Freilassung aller Gefangenen zu sprechen".

Im Gegenzug verlangte die Palästinenserorganisation "eine klare Erklärung des Kriegsendes, einen vollständigen Rückzug aus dem Gazastreifen und die Erschaffung eines Komitees unabhängiger Palästinenser zur Verwaltung des Gazastreifens, welches seine Arbeit sofort aufnehmen würde."

Nach Angaben des Nachrichtenportals "Axios" hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff der Hamas in der vergangenen Woche einen neuen Vorschlag für ein Abkommen über eine Waffenruhe im Gazastreifen und eine Freilassung der Geiseln übermittelt. Das Weiße Haus hat bislang keine Einzelheiten des Vorschlags bekanntgegeben.

Trump zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich eines Abkommens. "Wir haben ein paar sehr gute Gespräche geführt. Gute Dinge könnten passieren", sagte er vor Journalisten. "Ich denke, wir werden bald einen Deal für den Gazastreifen haben."

Das Forum der Geiselfamilien, die größte Vereinigung von Angehörigen israelischer Geiseln im Gazastreifen, begrüßte den von Trump bewirkten "Durchbruch" bei den Verhandlungen.

Bei ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer islamistischer Gruppen 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 47 der Verschleppten befinden sich noch immer in dem Palästinensergebiet. Dem israelischen Militär zufolge sind mindestens 25 der Geiseln tot. Israel fordert die Rückgabe der Leichen.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden, die nicht unabhängig überprüft werden können, bislang mehr als 64.300 Menschen getötet.

(O.Zhukova--DTZ)

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