Deutsche Tageszeitung - London und Rom verurteilen Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum

London und Rom verurteilen Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum


London und Rom verurteilen Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum
London und Rom verurteilen Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum / Foto: © POOL/AFP

Großbritanniens Regierungschef Keir Starmer hat das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum scharf verurteilt. Das Vorgehen Moskaus sei "höchst rücksichtslos" und zeige die "unverhohlene Missachtung des Friedens" durch Kreml-Chef Wladimir Putin, erklärte Starmer am Mittwoch. "Die ungeheuerliche und beispiellose Verletzung des polnischen und Nato-Luftraums durch russische Drohnen" sei "zutiefst besorgniserregend".

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Er habe am Mittwochmorgen bereits mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk in Kontakt gestanden, "um unsere Unterstützung für Polen deutlich zu machen", sagte Starmer. Sein aufrichtiger Dank gelte den polnischen und Nato-Streitkräften, "die schnell reagiert haben, um das Bündnis zu schützen", fügte der britische Premierminister hinzu.

Putin habe "die Aggression (Russlands) auf eine neue Stufe der Feindseligkeit gebracht", kritisierte auch der britische Verteidigungsminister John Healey bei der Eröffnung eines Treffens im sogenannten E5-Format mit deutschen, polnischen, französischen und italienischen Vertretern in London. Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz sei aufgrund des Vorfalls am Mittwochmorgen "sehr früh" nach Polen zurückgekehrt.

Der italienische Außenminister Antonio Tajani äußerte sich ähnlich kritisch. "Dies ist ein Angriff auf die Sicherheit des gesamten euro-atlantischen Raums", erklärte Tajani im Onlinedienst X und bekundete Italiens "volle Solidarität" mit Polen. "Jede Provokation muss von Europa entschlossen und geschlossen zurückgewiesen werden", fügte er hinzu.

Russland hatte in der Nacht erneut Angriffe auf die Ukraine geflogen, unter anderem auf die westukrainische Stadt Lwiw, die etwa 80 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt ist. Nach Angaben der polnischen Streitkräfte gab es mindestens 19 Luftraumverletzungen durch russische Drohnen im polnischen Luftraum. An dem Einsatz zum Abschuss der Drohnen beteiligten sich auch niederländische Nato-Flugzeuge. Polen beantragte bei dem Militärbündnis zudem Konsultationen zum Bedrohungsfall nach Artikel 4 des Nordatlantikvertrags.

Der Vorfall löste scharfe internationale Kritik aus, auch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. "Ich fordere Russland auf, diese Flucht nach vorn zu beenden", erklärte Macron auf X. "Wir gehen mit der Sicherheit der Alliierten keine Kompromisse ein", fügte Macron hinzu.

(N.Loginovsky--DTZ)

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