Deutsche Tageszeitung - Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen

Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen


Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen
Brandanschlag auf Strommasten in Berlin: Wegner will Täter zur Rechenschaft ziehen / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Brandanschlag auf zwei Hochspannungsmasten in Berlin hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) Konsequenzen angekündigt. "Wir werden alles tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen", sagte er der "Welt am Sonntag" laut Vorabmeldung vom Freitag. Unbekannte hatten den Brand am frühen Dienstagmorgen im Stadtteil Johannisthal im Bezirk Treptow-Köpenick gelegt, bei 50.000 Kunden fiel der Strom aus.

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Seit Donnerstagnachmittag sind alle Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bestätigte im Abgeordnetenhaus, dass ein im Internet aufgetauchtes Bekennerschreiben authentisch sei. Das hätten die Ermittler festgestellt. Es sei von Tätern im "linksextremen Spektrum" auszugehen.

Wegner verurteilte den Angriff in der Zeitung mit deutlichen Worten. Die Betroffenen, darunter viele ältere Menschen und Familien mit Kindern, hätten ohne das Nötigste auskommen müssen, "nur weil einige Linksextremisten meinen, ihre Ideologie sei wichtiger als Menschenleben", sagte er. Das sei "menschenverachtend" und habe bewusst die Schwächsten getroffen.

"Wir lassen uns von solchen Anschlägen nicht einschüchtern", sagte Wegner. Der Senat arbeite mit Hochdruck daran, Berlin widerstandsfähiger zu machen und die Energieversorgung besser gegen Angriffe zu schützen.

Sprenger hatte am Donnerstag gesagt, das Bekennerschreiben weise Ähnlichkeit mit einem Bekennerschreiben vom Februar mit Bezug zur Tesla-Autofabrik im brandenburgischen Grünheide auf. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wurde es im Zusammenhang mit einem Brandanschlag in der Berliner Wuhlheide veröffentlicht.

(O.Tatarinov--DTZ)

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