Deutsche Tageszeitung - Anklagen in Nürnberg wegen Schwarzhandel mit Coronamedikament Paxlovid

Anklagen in Nürnberg wegen Schwarzhandel mit Coronamedikament Paxlovid


Anklagen in Nürnberg wegen Schwarzhandel mit Coronamedikament Paxlovid
Anklagen in Nürnberg wegen Schwarzhandel mit Coronamedikament Paxlovid / Foto: © AFP/Archiv

Wegen illegaler Millionengeschäfte mit dem Coronamedikament Paxlovid hat die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg acht Beschuldigte angeklagt. Die Apotheker, Apothekenmitarbeiter und der angeklagte Zwischenhändler sollen durch Schwarzmarktgeschäfte einen Schaden in Höhe von rund drei Millionen Euro verursacht haben, wie die bayerischen Ermittler am Donnerstag mitteilten. Zwei der Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern:

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den Angeschuldigten insbesondere Untreue in Tateinheit mit vorsätzlichem unerlaubten Großhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und Betreiben eines Großhandels mit Arzneimitteln ohne die erforderliche Erlaubnis vor. Die Anklage sei auf vier Verfahren aufgeteilt. Über die Zulassung der Anklage müssen die zuständigen Kammern des Landgerichts Nürnberg-Fürth entscheiden.

Paxlovid wurde 2022 zur Bekämpfung von Corona von der Bundesregierung in großen Mengen beschafft und sollte bei Bedarf Patienten gegen ein Rezept kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Handel und Apotheken erhielten eine Aufwandsentschädigung. Als Ende 2022 in China eine sehr hohe Nachfrage nach Paxlovid entstand, sei ein reger internationaler Schwarzmarkt entstanden, hieß es.

Die Angeschuldigten sollen mehrere tausend Packungen des Medikaments bestellt und es ohne Rezepte über Zwischenhändler auf den Schwarzmarkt gebracht haben. Die Generalstaatsanwaltschaft strebt nach eigenen Angaben an, die erwirtschafteten Gewinne im Prozess einzuziehen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Vor Parlamentswahl in Serbien: Zehntausende Anhänger der demonstrieren in Belgrad

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Serbien haben in dem Balkanstaat zehntausende Anhänger der Opposition für ein Ende der Regierung von Präsident Aleksandar Vucic demonstriert. Die Anhänger der Studentenliste zogen am Donnerstagabend durch die Straßen von Belgrad und versammelten sich schließlich auf dem Salvija-Platz der Hauptstadt. Nach Angaben des unabhängigen Gruppe Archiv öffentlicher Versammlungen nahmen rund 150.000 Menschen an der Kundgebung teil.

Vor Gouverneurswahlen: Trump lobt Schmähvideo gegen Demokratin

Vor den Kongress- und Gouverneurswahlen in den USA am 3. November sorgt ein Schmähvideo der Republikaner für Empörung. US-Präsident Donald Trump sprang am Donnerstag dem Gouverneurskandidaten Vivek Ramaswamy im Bundesstaat Ohio bei, dem selbst Republikaner eine Schmutzkampagne gegen seine demokratische Konkurrentin Amy Acton vorwerfen. Sie war als Kind Opfer sexuellen Missbrauchs.

Kanada und Türkei nehmen Gespräche über Freihandelsabkommen auf

Das sich in einem Handelsstreit mit den USA befindliche Kanada hat Gespräche mit der Türkei über ein Freihandelsabkommen aufgenommen. "Wir haben beschlossen, noch vor Jahresende Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen aufzunehmen, das eine Ausweitung des Handels und der Investitionen vorsieht", erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Besuch des kanadischen Premiers Mark Carney in Ankara am Donnerstag vor Journalisten.

Milliardenklage gegen die BBC: Trump soll unter Eid aussagen

US-Präsident Donald Trump hat die BBC wegen Verleumdung auf eine Entschädigung in Milliardenhöhe verklagt, doch bisher verweigert er eine Aussage unter Eid - nun hat eine Richterin im Bundesstaat Florida Trump dafür eine Frist bis zum 11. Dezember gesetzt.

Textgröße ändern: