Deutsche Tageszeitung - Wieder massive russische Angriffe auf Ukraine - Selenskyj: Drei Tote und dutzende Verletzte

Wieder massive russische Angriffe auf Ukraine - Selenskyj: Drei Tote und dutzende Verletzte


Wieder massive russische Angriffe auf Ukraine - Selenskyj: Drei Tote und dutzende Verletzte
Wieder massive russische Angriffe auf Ukraine - Selenskyj: Drei Tote und dutzende Verletzte / Foto: © UKRAINIAN EMERGENCY SERVICE/AFP

Russland hat seine heftigen Luftangriffe auf die Ukraine in der Nacht zum Samstag fortgesetzt. Dabei seien drei Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Onlinenetzwerken mit. Russland habe bei der "massiven Attacke" 40 Raketen und etwa 580 Drohnen abgefeuert. Die russischen Behörden teilten ihrerseits mit, bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Samara seien vier Menschen getötet worden.

Textgröße ändern:

Selenskyj kündigte am Samstag auch an, in der kommenden Woche US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York zu treffen. Bei den Gesprächen werde es um westliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland gehen, sagte er zu Journalisten.

Die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des von Russland vor mehr als dreieinhalb Jahren begonnenen Angriffskriegs gegen das Nachbarland sind bisher ins Leere gelaufen. Trump hatte im Wahlkampf erklärt, er werde den Ukraine-Krieg innerhalb von "24 Stunden" beenden. Zuletzt äußerte er sich jedoch wiederholt enttäuscht über das Verhalten von Kreml-Chef Wladimir Putin.

Ein Gipfeltreffen von Trump und Putin Mitte August im US-Bundesstaat Alaska hatte keinerlei Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe gebracht. Vielmehr setzte die russische Armee danach ihre massiven Angriffe in der Ukraine fort.

Nach den jüngsten russischen Luftangriffen erklärte Selenskyj am Samstag, diese hätten keine militärische Notwendigkeit. Vielmehr handele sich um eine bewusste Strategie Russlands, "Zivilisten zu terrorisieren und unsere Infrastruktur zu zerstören".

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten traf eine russische Rakete mit Streumunition ein Wohnhaus in der Stadt Dnipro in der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk. Er veröffentlichte Bilder von brennenden Autos und einem brennendem Gebäude sowie von Rettungskräften, die einen Menschen in Sicherheit brachten.

Die regionalen Behörden in Dnipropetrowsk teilten mit, dass dort ein Mensch bei den Luftangriffen getötet worden sei. Weitere 30 Menschen seien verletzt worden. Auch aus anderen ukrainischen Regionen wurden schwere Angriffe gemeldet, darunter in der Umgebung der Hauptstadt Kiew. Die Behörden gaben eine landesweite Luftalarmwarnung heraus.

Aus Russland hieß es unterdessen, dass bei einer ukrainischen Drohnennattacke in der Region Samara, mehr als 800 Kilometer entfernt von der Frontlinie, vier Menschen getötet worden seien. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Fedorischtschew.

Die russische Verteidigungsministerium erklärte, die Armee habe in der Nacht 149 ukrainische Drohnen "abgefangen und zerstört", 15 davon über der Region Samara. Russland meldete zudem die Einnahme des ukrainischen Dorfs Beresowe in der Region Dnipropetrowsk.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Neue russische Angriffe: Selenskyj beklagt unveränderte Haltung Moskaus zum Krieg

Russland hat nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seine Haltung im Krieg auch nach einem neuen diplomatischen Vorstoß nicht geändert. Kurz nach einer neuen Gesprächsrunde zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg habe Russland "einen gezielten Angriff gestartet", erklärte Selenskyj am Donnerstag. "Das bedeutet, dass es keine wirkliche Änderung in seiner Haltung gegenüber all dem, was geschieht, gegeben hat." Ukrainische Behörden meldeten vier Tote durch russische Angriffe.

Milliarden-Rüstungsdeal: USA wollen 850 F-35-Kampfjets bei Lockheed Martin kaufen

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat einen milliardenschweren Kampfjet-Deal verkündet: Das Verteidigungsministerium in Washington vereinbarte mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin die Produktion und Lieferung von 850 Tarnkappenflugzeugen vom Typ F-35, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Das Rahmenabkommen bedarf der Zustimmung des US-Kongresses, der die Finanzmittel bewilligen muss.

Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter

Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren hat der Sohn der in Myanmar inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder mit seiner Mutter sprechen können. Während des 20-minütigen Telefonats hätten sich beide vor allem über Familienangelegenheiten ausgetauscht, sagte Kim Aris am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wussten, dass das Telefonat aufgezeichnet werden würde, also haben wir über nichts Sensibles gesprochen."

Familiennachzug zu Flüchtling: Kind muss bei Antrag minderjährig sein

Nur Minderjährige können zu einem in Deutschland als Flüchtling anerkannten Elternteil nachziehen. Maßgeblich ist, dass das Kind zum Zeitpunkt der Beantragung des Visums noch minderjährig war, wie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag entschied. Eine Nachfrist müsse nicht gewährt werden. (Az. 1 C 22.25)

Textgröße ändern: