Deutsche Tageszeitung - Dobrindt zu Drohnen-Vorfällen: "Sind Ziel einer hybriden Bedrohung"

Dobrindt zu Drohnen-Vorfällen: "Sind Ziel einer hybriden Bedrohung"


Dobrindt zu Drohnen-Vorfällen: "Sind Ziel einer hybriden Bedrohung"
Dobrindt zu Drohnen-Vorfällen: "Sind Ziel einer hybriden Bedrohung" / Foto: © AFP

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat nach den jüngsten Vorfällen in Europa vor der zunehmenden Gefährdung durch Drohnen gewarnt. "Wir sind Ziel einer hybriden Bedrohung", sagte er am Donnerstag im Bundestag. "Wir sind Ziel von Sabotage und Spionage." Die Bedrohung durch Drohnen sei "hoch" und im Einzelfall auch "konkret". Die Aggression gehe dabei auch von Russland aus.

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Die Bundesregierung rüste deshalb gegen diese "hybriden Bedrohungen" auf. Dobrindt kündigte dazu eine neue Gestaltung des Luftsicherheitsgesetzes und mehr finanzielle Mittel an. "Aufspüren, Abwehren, Abfangen" sei der Maßstab für den Umgang mit der Bedrohung durch Drohnen. Der Minister sieht dabei "ein Wettrüsten zwischen Drohnenbedrohung und Drohnenabwehr".

Der Flugverkehr in der Hauptstadt des EU- und Nato-Mitgliedstaats Dänemark war am Montagabend eingestellt worden, weil mehrere große Drohnen stundenlang über das Airportgelände hinwegflogen. 100 Flüge wurden gestrichen und 31 weitere mussten umgeleitet werden.

In der Nacht zum Donnerstag gab es über mehreren dänischen Flughäfen erneut Drohnensichtungen. Betroffen waren demnach die Flughäfen Aalborg, Esbjerg und Sönderborg sowie der Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup. Auch in Norwegens Hauptstadt Oslo führten Drohnen-Sichtungen in der Nacht zum Dienstag zu einer vorübergehenden Unterbrechung des Flugverkehrs.

Zuletzt hatten Polen, Estland und Rumänien Verletzungen ihres Luftraums durch russische Drohnen und Kampfflugzeuge gemeldet. Die Nato wertete dies als gezielte Provokation Russlands, Moskau wies die Vorwürfe zurück.

(W.Budayev--DTZ)

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