Deutsche Tageszeitung - Nato beginnt am Montag jährliches Atomwaffen-Manöver

Nato beginnt am Montag jährliches Atomwaffen-Manöver


Nato beginnt am Montag jährliches Atomwaffen-Manöver
Nato beginnt am Montag jährliches Atomwaffen-Manöver / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit Moskau nach mehreren russischen Luftraumverletzungen über Nato-Gebiet hat das westliche Verteidigungsbündnis für kommende Woche den Start seines jährlichen Atomwaffen-Manövers angekündigt. Die zweiwöchige Übung beginne "regulär" am Montag und stehe nicht in direkter Verbindung mit den jüngsten Aktionen Russlands, sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Freitag in einer Videobotschaft. Das Manöver helfe "sicherzustellen, dass unsere nukleare Abschreckung so glaubwürdig, sicher und wirksam wie möglich bleibt", argumentierte Rutte.

Textgröße ändern:

Die Übung mit Namen "Steadfast Noon" sende zudem ein "klares Signal an jeden potenziellen Gegner, dass wir alle Verbündeten gegen jede Bedrohung schützen und verteidigen werden und können", betonte der Nato-Generalsekretär. Das Manöver folgt einer Reihe mysteriöser Drohnensichtungen über Flughäfen und Militäreinrichtungen in mehreren Nato-Ländern, insbesondere Dänemark.

Nato-Vertretern zufolge nehmen rund 70 Flugzeuge und 2000 Soldatinnen und Soldaten aus 13 Nato-Ländern an der Übung teil. Deutschland beteiligt sich nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums mit Tornados und Eurofightern an dem Manöver. Startflughäfen für "Steadfast Noon" sind neben dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln Militärstützpunkte in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und Dänemark.

Jim Stokes, Direktor für Atompolitik bei der Nato, erklärte, die Verbündeten hätten bisher "keine Veränderung in Russlands nuklearer Haltung" festgestellt. "Wir werden natürlich weiterhin regelmäßig die gesamte russische nukleare Rhetorik" beobachten, erläuterte Stokes. Auch der Einsatz von atomfähigen Raketen in der Ukraine werde überwacht.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Erste Debatte französischer Präsidentschaftskandidaten

Sieben französische Präsidentschaftskandidatinnen und -kandidaten treffen am Donnerstag (16.45 Uhr) zu einer ersten Debatte zusammen. Knapp acht Monate vor der Wahl steht das komplette Kandidatenfeld zwar noch nicht fest. Doch jene Bewerberinnen und Bewerber, die sich bereits erklärt haben, debattieren im Rahmen einer Veranstaltung des französischen Unternehmerverbands miteinander.

Koalitionsfraktionen stecken bei Klausur weiteren Reformkurs ab

Nach der Klausurtagung der Bundesregierung kommen ab Donnerstag auch die Regierungsfraktionen im Bundestag zu Beratungen zusammen. Bei der zweitägigen Klausursitzung in Münster (ab 12.30 Uhr) wollen die geschäftsführenden Vorstände von Unionsfraktion und SPD-Fraktion über die Umsetzung der Reformvorhaben sprechen - etwa über die Reformen der Renten- und Pflegeversicherung -, und weitere Vorhaben der kommenden Monate auf den Weg bringen. Das Treffen soll auch der Stärkung des koalitionsinternen Zusammenhalts dienen.

Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen auch wegen der Erfahrungen in der DDR kritisiert. "Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen", sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand - mit Ausnahme der Neubauten."

"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund warfen sich am Mittwochabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!" aus Magdeburg gegenseitig politisches Versagen vor. Die AfD habe "kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt", etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Schulze.

Textgröße ändern: