Deutsche Tageszeitung - Trump droht Hamas bei weiteren Hinrichtungen mit Vernichtung

Trump droht Hamas bei weiteren Hinrichtungen mit Vernichtung


Trump droht Hamas bei weiteren Hinrichtungen mit Vernichtung
Trump droht Hamas bei weiteren Hinrichtungen mit Vernichtung / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat der radikalislamischen Hamas mit der Vernichtung gedroht, falls erneut Zivilisten im Gazastreifen hingerichtet werden sollten. "Wenn die Hamas weiterhin Menschen im Gazastreifen tötet, was nicht Teil der Abmachung war, haben wir keine andere Wahl, als reinzugehen und sie zu töten", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Hintergrund ist die Veröffentlichung eines Videos einer öffentlichen Hinrichtung durch die Hamas im Gazastreifen.

Textgröße ändern:

Das mutmaßlich von Montagabend stammende Video war inmitten von gewaltsamen Auseinandersetzungen in dem Palästinensergebiet zwischen Hamas-Einheiten auf der einen und bewaffneten palästinensischen Gruppe auf der anderen Seite aufgetaucht.

Trump führte nicht aus, wer genau im Falle erneuter Hinrichtungen in den Gazastreifen "reingehen" werde. Am Mittwoch hatte er jedoch erklärt, dass "wir das US-Militär nicht brauchen", um im Gazastreifen einzugreifen. Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos Centcom, Brad Cooper, hatte am Mittwoch ein Ende der Erschießungen von Zivilisten durch die Hamas gefordert.

Trump hatte sich zuvor eher zurückhaltend zu den Hinrichtungen im Gazastreifen geäußert. "Um ehrlich zu sein, hat mich das nicht sonderlich gestört", sagte der US-Präsident am Dienstag bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Es handele sich um "sehr üble Banden".

Seit dem Teilrückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen unter Trumps Friedensplan hat die Hamas ihre Präsenz in den zerstörten Städten wieder verstärkt und Menschen öffentlich hingerichtet. In dem von der Hamas veröffentlichten Video sind acht am Boden kniende Menschen mit verbundenen Augen zu sehen, die erschossen werden. Der Hamas zufolge handelte es sich um "Kollaborateure und Gesetzlose".

Im Norden des Gazastreifens patrouillierten nach dem Rückzug der israelischen Armee aus der Stadt Gaza zudem wieder die schwarz maskierten Polizisten der Hamas-Regierung auf den Straßen. Laut dem Friedensplan der USA soll die Hamas in der Zukunft des Gazastreifens keine Rolle mehr spielen.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenduell zwischen CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen am Mittwochabend (20.15 Uhr) die Spitzenkandidaten der Parteien erneut aufeinander. In der Sendung "Fakt ist!" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) stellen sich in Magdeburg zunächst Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze sowie AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in einem Duell den Fragen der Moderatoren. Anschließend wird die Runde um die Kandidaten und Kandidatinnen von Linkspartei, SPD, Grünen, FDP und BSW erweitert.

Kurdenführer Abdi verkündet Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens

Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung haben die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ihre Auflösung verkündet, um fortan Teil der regulären Armee des Landes zu sein. Der syrische Kurdenführer Maslum Abdi gab am Dienstagabend "das Ende des Einsatzes" der SDF bekannt und erklärte deren Auflösung "als unabhängige Streitmacht". Dies erfolge nach dem "Abschluss des Prozesses der Eingliederung unserer Streitkräfte in die Brigaden der syrischen Armee", sagte Abdi im Präsidentenpalast in Damaskus in einer im Fernsehen übertragenen Rede, die er zuerst auf Arabisch und dann auf Kurdisch hielt.

Israel beginnt mit Räumung von UNRWA-Ausbildungszentrum in Ost-Jerusalem

In seinem Vorgehen gegen das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA hat die israelische Regierung am Dienstag damit begonnen, ein Berufsbildungszentrum der Organisation in Ost-Jerusalem räumen zu lassen. "In Übereinstimmung mit meiner Anweisung und dem von uns verabschiedeten Gesetz hat heute die Räumung des UNRWA-Geländes in Kafr Akab in Jerusalem begonnen", erklärte das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu. Das Kalandia-Ausbildungszentrum war 1952 gegründet worden und bot laut UNRWA jedes Jahr etwa 340 Palästinensern aus dem besetzten Westjordanland eine Berufsausbildung.

USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen

Die USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen. Das Außenministerium erklärte am Dienstag in Washington, die Regierung von Präsident Donald Trump wolle damit gegen "Betrug" vorgehen. Betroffen sind Menschen, die mit einem Touristen- oder Geschäftsvisum in die USA eingereist sind und dann vor Ort Asyl beantragt haben. Medien berichteten über bis zu 200.000 Fälle.

Textgröße ändern: