Deutsche Tageszeitung - Selenskyj vor Treffen der Koalition der Willigen von König Charles III. empfangen

Selenskyj vor Treffen der Koalition der Willigen von König Charles III. empfangen


Selenskyj vor Treffen der Koalition der Willigen von König Charles III. empfangen
Selenskyj vor Treffen der Koalition der Willigen von König Charles III. empfangen / Foto: © POOL/AFP

Vor einem Treffen von Unterstützerstaaten der Ukraine in London ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vom britischen König Charles III. empfangen worden. Selenskyj und Charles schritten am Freitag zusammen die Ehrengarde vor dem Schloss Windsor westlich von London ab, und die ukrainische Nationalhymne wurde gespielt. Anschließend fand eine Audienz des ukrainischen Gastes beim König statt. Es war das dritte bekannte Treffen zwischen Selenskyj und Charles in diesem Jahr.

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Das Treffen der sogenannten Koalition der Willigen zur weiteren Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland war für Freitagnachmittag angesetzt. Bei den Gesprächen stehe das Ziel im Mittelpunkt, den "Druck auf Russland maximal zu erhöhen" und "die Ukraine bestmöglich und durchhaltefähig zu unterstützen", hieß es von Seiten der Bundesregierung.

Der britische Premierminister Keir Starmer will die europäischen Verbündeten der Ukraine bei dem Treffen dazu aufrufen, mehr Waffen mit großer Reichweite an Kiew zu liefern. Die Ukraine müsse angesichts des nahenden Winters in die bestmögliche Position gebracht werden, erklärte Starmers Büro.

Zu dem Treffen werden unter anderen Selenskyj, Nato-Generalsekretär Mark Rutte, die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen und der niederländische Ministerpräsident Dick Schoof erwartet. Andere Staats- und Regierungschefs wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sollten virtuell zugeschaltet werden.

Die Ukraine hatte sich zuletzt bei der US-Regierung um Tomahawk-Marschflugkörper bemüht, bislang ist eine Lieferung jedoch nicht in Sicht. Die Tomahawks haben eine Reichweite von bis zu 1600 Kilometern und würden der Ukraine damit Angriffe tief in russischem Gebiet ermöglichen.

Großbritannien und Frankreich liefern der Ukraine bereits Waffen mit größerer Reichweite vom Typ Storm Shadow und Scalp. Besonders interessiert ist die Ukraine an deutschen Taurus-Marschflugkörpern. Die Bundesregierung hat das abgelehnt, da sie eine weitere Eskalation befürchtet. Die schwarz-rote Bundesregierung will aus taktischen Gründen weniger detailliert über Waffenlieferungen an die Ukraine berichten als die vorherige Ampel-Regierung. Dies betrifft auch etwaige Taurus-Lieferungen.

(M.Travkina--DTZ)

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