Deutsche Tageszeitung - Weißes Haus: USA schicken keine ranghohen Vertreter zur Klimakonferenz COP30

Weißes Haus: USA schicken keine ranghohen Vertreter zur Klimakonferenz COP30


Weißes Haus: USA schicken keine ranghohen Vertreter zur Klimakonferenz COP30
Weißes Haus: USA schicken keine ranghohen Vertreter zur Klimakonferenz COP30 / Foto: © AFP/Archiv

Die US-Regierung schickt keine hochrangigen Vertreter zur Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien. Stattdessen spreche Präsident Donald Trump "direkt mit den Anführern in aller Welt über Energiethemen", sagte ein Vertreter des Weißen Hauses am Samstag. Dies zeige sich "an den historischen Handelsabkommen und Friedensabkommen, die alle einen bedeutenden Fokus auf Energie-Partnerschaften richten".

Textgröße ändern:

Es war nicht erwartet worden, dass US-Präsident Trump persönlich an der UN-Klimakonferenz teilnimmt, die vom 10. bis 21. November im brasilianischen Belém stattfindet. Unter dem Rechtspopulisten sind die USA, der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen, erneut aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgestiegen. Bereits in seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 hatte der Republikaner das Klimaschuztabkommen aufgekündigt, mit dem der weltweite Temperaturanstieg auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden soll. Trump setzt sich vielmehr für eine stärkere Förderung von Öl und Gas ein.

Statt hochrangiger Regierungsvertreter aus Washington wollen mehr als hundert Vertreter aus US-Bundesstaaten und Städten zur Weltklimakonferenz reisen, darunter Gouverneure und Bürgermeister. "Wir treten schlagkräftig auf", sagte die Co-Vorsitzende der Allianz "America is All in" (etwa: Amerika ist voll dabei), Gina McCarthy, am Donnerstag.

Die Gruppe vertrete rund "zwei Drittel der US-Bevölkerung und drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts, und mehr als 50 Prozent der US-Emissionen", sagte McCarthy. Die heute 71-Jährige war unter Präsident Joe Biden nationale Klimaberaterin und leitete unter Präsident Barack Obama die Umweltagentur EPA.

"Wir werden die Versprechen einhalten, die wir der amerikanischen Bevölkerung und unseren internationalen Kollegen gegeben haben", sagte McCarthy. Sie verwies auf eine Klimaallianz von 24 US-Bundesstaaten, die den Treibhausgaseausstoß um rund ein Viertel im Vergleich zu 2005 gesenkt hätten.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Keine Fortschritte bei Haushaltsverhandlungen auf EU-Gipfel

Nach stundenlanger, heftiger Diskussion haben die Staats- und Regierungschefs der EU ihre Verhandlungen über den nächsten Sieben-Jahre-Haushalt der EU ohne Ergebnis vertagt. Bei der "kontroversen" Debatte am Donnerstag in Brüssel seien die unterschiedlichen Positionen aufeinandergetroffen, verlautete aus deutschen Regierungskreisen. Am Rande des Treffens erzielten Deutschland und Frankreich allerdings eine vorläufige Einigung, die das sogenannte Verbrenner-Aus kippen könnte.

Bundestag billigt Einsetzung von internationaler Schadenersatzkommission für die Ukraine

Der Bundestag hat die Einsetzung einer internationalen Kommission gebilligt, die über Schadenersatzansprüche der von Russland angegriffenen Ukraine entscheiden soll. Das Plenum stimmte am Donnerstagabend mit den Stimmen von Union, SPD, Grünen und Linke für das im vergangenen Jahr von 34 Staaten und der EU vereinbarte Vorhaben.

Opfer von Straftaten sollen in Gerichtsverfahren mehr Unterstützung bekommen

Opfer schwerer Straftaten sollen in Strafverfahren mehr Unterstützung bekommen. Der Bundestag beschloss dazu am Donnerstagabend einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung. Dabei geht es vor allem um den Zugang zu psychosozialer Prozessbegleitung. Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Behinderungen, die Opfer schwerer Straftaten geworden sind, sollen künftig von Amts wegen eine solche Beratung erhalten. Sie müssten dann keinen Antrag mehr stellen.

Huthi-Miliz greift Regierungssitz in Aden an - Mindestens vier Tote

Die pro-iranische Huthi-Miliz hat den Sitz der international anerkannten Regierung im jemenitischen Aden mit Raketen angegriffen und dabei mindestens vier Menschen getötet. Aus Regierungskreisen verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass mindestens zehn weitere Menschen verletzt worden seien. Regierungschef Schaja Mohsen Sindani habe sich während des Angriffs im Präsidentenpalast befunden, sei aber unverletzt, sagte ein Minister.

Textgröße ändern: