Deutsche Tageszeitung - Vor Entlastungskabinett: CDU-Politiker Brinkhaus dämpft Erwartungen

Vor Entlastungskabinett: CDU-Politiker Brinkhaus dämpft Erwartungen


Vor Entlastungskabinett: CDU-Politiker Brinkhaus dämpft Erwartungen
Vor Entlastungskabinett: CDU-Politiker Brinkhaus dämpft Erwartungen / Foto: © AFP/Archiv

Der CDU-Abgeordnete Ralf Brinkhaus hat vor dem am Mittwoch tagenden "Entlastungskabinett" der Bundesregierung die Erwartungen gedämpft. Alle riefen immer "nach dem ganz, ganz großen Wurf - den wird's nicht geben", sagte Brinkhaus am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Es seien stattdessen "hunderte von kleinen Maßnahmen, die auf den Weg gebracht werden müssen". So würde es am Mittwoch zum Beispiel konkret um den Abbau von Berichtspflichten für Unternehmen gehen.

Textgröße ändern:

Brinkhaus nannte das Sicherheits- und Regelungsbedürfnis hierzulande als größtes Hindernis beim Bürokratieabbau. Hier müsse sich etwas ändern. Der CDU-Politiker, der im Bundestag im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung sitzt, forderte zugleich ein "viel, viel tieferes" Vorgehen. "Wir müssen bessere Gesetze machen", betonte er - Gesetze, die praxistauglich seien.

Zudem müssten Bund, Länder und Kommunen besser kooperieren. Die drei Ebenen seien nicht vernünftig miteinander abgestimmt, sagte Brinkhaus. Sie könnten zum Beispiel Daten nicht miteinander austauschen.

Die Bundesregierung will bei der Kabinettsitzung am Mittwoch vorwiegend Maßnahmen zu Entlastungen und Bürokratieabbau beschließen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hatte dazu in den vergangenen Wochen einen Brief an seine Ressortkollegen verschickt, in dem er um Entlastungsvorschläge bat.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Regierung: Huthi-Miliz im Jemen greift Präsidentenpalast in Aden mit Raketen an

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat den Sitz der international anerkannten Regierung des Landes in der Stadt Aden angegriffen. Die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung erklärte am Donnerstag, die Huthis hätten Raketen und Drohnen auf den Präsidentenpalast Al-Maaschik abgefeuert. Dabei seien auch "Angehörige des Sicherheitspersonals" getroffen worden. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus Regierungskreisen, dass vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden seien.

Maduro und seine Frau weisen US-Foltervorwürfe zurück

Der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores haben Foltervorwürfe der USA zurückgewiesen. Beide plädierten am Donnerstag vor einem New Yorker Gericht auf nicht schuldig. Maduro sprach von "falschen Anschuldigungen".

Russland: Chefredakteur der "Nowaja Gaseta" nach Festnahme wieder frei

Der Chefredakteur der unabhängigen russischen "Nowaja Gaseta", Sergej Sokolow, ist am Donnerstag vorübergehend festgenommen worden. Sokolow sei nach der Durchsuchung seiner Wohnung abgeführt und zum Ermittlungskomitee in Moskau gebracht worden, teilte die Zeitung im Onlinedienst Telegram mit. Dort sei er als Zeuge vernommen worden und anschließend in die Redaktion zurückgekehrt.

Ministerin Reiche muss Video mit Vorwürfen gegen Linke vorläufig löschen

Im Streit mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wegen eines Beitrags auf Instagram hat die Linkspartei einen ersten Sieg errungen. Das Ministerium muss das Video, in dem Reiche der Linken indirekt Antisemitismus vorwirft, vorläufig von seinem Profil löschen, wie das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nach Angaben vom Donnerstag entschied. Reiche sprach darin über eine Partei, "die Antisemitismus offen lebt". (Az. 2 BvE 5/26)

Textgröße ändern: