Deutsche Tageszeitung - Beratungen in Jerusalem über weitere Umsetzung des Gaza-Friedensplans

Beratungen in Jerusalem über weitere Umsetzung des Gaza-Friedensplans


Beratungen in Jerusalem über weitere Umsetzung des Gaza-Friedensplans
Beratungen in Jerusalem über weitere Umsetzung des Gaza-Friedensplans / Foto: © AFP

Der US-Sonderberater Jared Kushner und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben in Jerusalem über die weitere Umsetzung des von den USA vermittelten Gaza-Friedensplans beraten. Die israelische Regierungssprecherin Shosh Bedrosian sagte am Montag, in den Gesprächen sei es zunächst um die erste Phase des Plans gegangen, "in der wir uns aktuell befinden".

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Zudem hätten Kushner und Netanjahu über "die Zukunft der zweiten Phase des Plans gesprochen, welche die Entwaffnung der Hamas" und "die Entmilitarisierung des Gazastreifens" umfasse und sicherstellen solle, dass die radikalislamische Palästinenserorganisation "nie wieder" eine Rolle in der Zukunft des Gazastreifens spielen werde, sagte die Sprecherin.

"Phase zwei sieht zudem die Schaffung einer internationalen Stabilisierungstruppe vor", fügte sie hinzu. Die Details dazu würden "natürlich gemeinsam diskutiert".

Laut israelischen Medienberichten verstärkt die US-Diplomatie derzeit ihre Bemühungen um die Absicherung des maßgeblich von US-Präsident Donald Trump vorangetriebenen Friedensplans. Die seit dem 10. Oktober geltende Waffenruhe wurde weitgehend eingehalten, allerdings hat die Hamas seither mehrfach deutlich gemacht, dass eine Entwaffnung für sie eine rote Linie bedeute.

Im Zuge des Abkommens hätte die Hamas neben den letzten 20 überlebenden Geiseln bereits vor einem Monat auch alle 28 noch im Gazastreifen festgehaltenen toten Geiseln an Israel übergeben sollen. Bislang übergab sie jedoch schrittweise erst 24 tote Geiseln. Drei Israelis und ein Thailänder, die am 7. Oktober 2023 getötet und anschließend in den Gazastreifen gebracht wurden, befinden sich noch immer dort.

Nach Darstellung der Hamas verläuft die Rückgabe der sterblichen Überreste schleppend, weil diese unter den Kriegsruinen im Gazastreifen nur schwer zu lokalisieren seien. Israel wirft der Hamas dagegen vor, die Herausgabe der Toten aus taktischen Gründen hinauszuzögern.

(W.Uljanov--DTZ)

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